Emmy Awards: Neue Chance für "Mad Man" Jon Hamm

25. August 2014, 16:24
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McConaughey und Hamm hoffen auf Awards - Gedenken an Robin Williams - 19 Nominierungen für "Game of Thrones"

Los Angeles - Wenn Montag am Abend (Ortszeit) im Nokia Theatre in Los Angeles die 66. Emmy Primetime Awards vergeben werden, sind alle Blicke auf die Königskategorie des besten männlichen Hauptdarstellers in einer Drama-Serie gerichtet: Da stehen sich mit Matthew McConaughey ("True Detective") und Jon Hamm ("Mad Men") nämlich zwei Leading Men gegenüber, für die es um alles oder nichts geht.

Zum bereits siebenten Mal hintereinander ist Jon Hamm für seine Rolle des smarten Werbetexters Don Draper in der preisgekrönten Kult-Serie "Mad Men" über die New Yorker Agenturszene der 1960er Jahre nominiert. Wenn er die Auszeichnung nicht zugesprochen bekommt, wird er in dieser Kategorie zu dem am öftesten nominierten Verlierer, wie der "Hollywood Reporter" in seiner aktuellen Ausgabe herausstreicht. In punkto Schauspieler-Wertschätzung ist es für "Mad Men", deren letzte Folgen im Frühjahr 2015 in den USA ausgestrahlt werden, generell bisher schlecht gelaufen: Nach insgesamt 30 Nominierungen für Haupt- und Nebendarsteller in den vergangenen Jahren wäre Hamm der Erste, der die Hoffnung in einen Preis ummünzt.

Oscar und Emmy in einem Jahr

Lieber Geschichte schreiben würde da McConaughey, der nach dem Oscar-Gewinn für seine Rolle in "Dallas Buyers Club" bei einem Sieg für "True Detective" der erst zweite Schauspieler wäre, der in einem Jahr sowohl den Oscar als auch den Emmy gewinnt. Zuvor war das nur George C. Scott 1971 gelungen. Unter den Kolleginnen ist der Meilenstein öfter geglückt, erlangten den Doppelsieg doch bereits Liza Minnelli (1973), Helen Hunt (1998) und Helen Mirren (2007).

Erste Male könnte es auch in anderen Kategorien geben: Kerry Washington, für ihre Rolle der Problemlöserin im Polit-Drama "Scandal" nominiert, wäre die erste schwarze Schauspielerin mit einem Emmy in der "Drama"-Kategorie. Die Sitcom "Modern Family" indes hat Chancen, im fünften Jahr in Folge zur besten Comedy-Show gekürt zu werden und damit mit "Frasier" gleichzuziehen.

Gedenken an Robin Williams

Auch ohne Rekorde verspricht die Verleihung der US-Fernsehpreise Emotionen und Glamour: So haben sich u.a. Halle Berry, "Breaking Bad"-Star Bryan Cranston, Julia Roberts und Woody Harrelson als Redner angesagt. Billy Crystal wird im Rahmen des traditionellen "In memoriam"-Segments seinem guten Freund und Kollegen Robin Williams Respekt zollen, durch die Gala führen wird wiederum "Late Night"-Talker Seth Meyers.

Als Favorit geht die spektakuläre Fantasy-Serie "Game of Thrones" mit 19 Nominierungen ins Rennen, gefolgt von der inzwischen eingestellten Serie "Breaking Bad" mit 16 Nominierungen. Beide konkurrieren neben "Downton Abbey", "House of Cards", "Mad Men" und "True Detective" um die Auszeichnung als beste Dramaserie. Die Miniserien "Fargo" und "American Horror Story: Coven" sind 18 beziehungsweise 17 mal für einen Emmy Award nominiert. (APA, 25.8.2014)

  • Jon Hamm spielt Don Draper in "Mad Men".
    foto: ap/yarish

    Jon Hamm spielt Don Draper in "Mad Men".

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