Entführter US-Journalist in Syrien freigelassen

25. August 2014, 09:42
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Peter Theo Curtis, der vor zwei Jahren entführt worden war, wurde der UNO übergeben - Deutsche Geisel soll freigekauft worden sein

Damaskus - Das Weiße Haus hat bestätigt, dass der US-Journalist Peter Theo Curtis nach fast zwei Jahren Geiselhaft in Syrien freigelassen worden ist. "Theo hat jetzt Syrien sicher verlassen", hieß es am Sonntag in einer Mitteilung von US-Sicherheitsberaterin Susan Rice.

Außenminister John Kerry erklärte, die USA hätten "jedes diplomatische, nachrichtendienstliche und militärische Mittel" benutzt, um die Freilassung amerikanischer Geiseln in Syrien zu erwirken.

Erste Worte von Peter Theo Curtis nach seiner Freilassung.

Curtis sei Vertretern der Vereinten Nationen übergeben worden, meldete Al Jazeera am Sonntag. Laut Angaben seiner Familie, so der katarische Sender, sei er von der syrischen Rebellengruppe "Jabhat al-Nusra" ("Al-Nusra-Front) festgehalten worden.

Deutscher aus IS-Geiselhaft in Syrien freigekauft

Unterdessen ist einem Medienbericht zufolge ein 27-jähriger Deutscher nach rund einem Jahr Gefangenschaft in Syrien aus der Geiselhaft der IS-Miliz freigekommen. Der Mann aus Brandenburg soll im Juni für eine "substanzielle Gegenleistung" freigelassen worden sein, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete.

Das deutsche Bundeskriminalamt, der Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin und der Bundesnachrichtendienst seien mehrere Monate mit dem Fall betraut gewesen. Das deutsche Außenministerium wollte dies weder bestätigen noch dementieren. "Wir sagen dazu nichts", teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. Gegenüber der "Welt am Sonntag" dementierte das Außenamt, eine Lösegeldzahlung in irgendeiner Art geleistet zu haben.

Wie die Zeitung berichtete, sei der Deutsche im Juni 2013 in Syrien von den Extremisten verschleppt worden. Er habe sehr naiv gehandelt und angeblich den Wunsch verspürt, in dem Bürgerkriegsland als humanitärer Helfer aktiv zu werden, habe es aus Ermittlerkreisen geheißen. Im Frühjahr 2014 erhielt die Familie des Brandenburgers dem Bericht zufolge per E-Mail ein Video, in dem der Verschleppte zu sehen war und eine Lösegeldforderung gestellt wurde. (red/APA, 25.8.2014)

  • Peter Theo Curtis nach seiner Freilassung.
    foto: reuters/al jazeera

    Peter Theo Curtis nach seiner Freilassung.

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