Jürgen, zeig dich 

24. August 2014, 12:30
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Melzer zum US-Open-Auftakt gegen Granollers: "Einer, den ich schlagen kann" - Nach New York geht es eventuell auf die Challenger-Tour

New York - Fünf Erstrundenniederlagen in Folge, im Sturzflug aus den Top-100 der Weltrangliste - Jürgen Melzer steckt im Moment im Sumpf. Der 33-jährige Tennisprofi befindet sich im Moment "nicht in der Position, um weiterzuschauen. Ich muss mich auf meine erste Runde konzentrieren", sagte der Niederösterreicher vor seinem Auftaktspiel bei den US Open gegen den Spanier Marcel Granollers.

Im Moment finde er eine Situation wieder, die er "sicherlich" schon einmal hatte. "Ich gehe durch so ein Loch durch, von denen hatte ich schon ein paar in meiner Karriere. Aber durch diese vielen Pausen, die ich heuer eingelegt habe, fehlt komplett der Rhythmus. Jetzt steht einmal der Grand Slam an, und dann muss man sich überlegen, ob man den einen oder anderen Challenger spielt, um Matches zu bekommen und wieder Fuß zu fassen", sagte die Nummer 111 der Welt am Samstag in New York nach seiner Trainingseinheit mit dem Deutschen Benjamin Becker.

Im Tunnel

Das Selbstvertrauen war schon mal größer. Bis Wimbledon sei sein Comeback (nach dem Sehnenteilabriss in der linken Schulter/Anm.) sehr gut verlaufen, dann habe er wieder Schulterschmerzen bekommen und musste wegen einer Zehen-Operation vier Wochen pausieren. "Der Trainingsrückstand ist schwierig aufzuholen. Vor allem, wenn man vorher schon nicht viel gespielt hat. Die Schulter ist besser, es ist zu 90 Prozent weg, würde ich sagen."

Es sei ihm aber aufgefallen, dass es schlechter werde, wenn er nicht spiele. "Wenn es nicht die ganze Zeit in Bewegung ist und unter Spannung steht, dürfte es schlechter werden. Das ist die Erkenntnis aus den letzten vier Wochen. Da tappen wir ein bisschen im Dunkeln." Beim Aufschlag merke er es, auch wenn Melzer mit seinem Service freilich niemanden erschießt.

Gegen Granollers (ATP-42.) hat Melzer beide bisherigen Duelle auf der Tour gewonnen. "Es ist jemand, mit dem man spielen kann, der einen nicht wegschießt und bei dem man es selbst ein bisschen in der Hand hat. Die bisherigen Duelle waren eigentlich glatt für mich", erinnerte Melzer. "Wenn ich meine Leistung halbwegs bringe, dann ist das einer, den ich schlagen kann. Ich weiß, dass ich danach gegen Nieminen oder Karlovic spielen würde." (APA/red, 24.8.2014)

  • Mit 33 Jahren noch einmal quälen? Jürgen Melzer will Antworten geben.
    foto: ap/behrman

    Mit 33 Jahren noch einmal quälen? Jürgen Melzer will Antworten geben.

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