Katar distanziert sich von IS-Miliz

23. August 2014, 21:34
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Außenminister Attiyah: "Ihre Ansichten, ihre gewalttätigen Methoden und ihre Ziele sind für uns abstoßend"

Doha - Katar hat sich mit deutlichen Worten von der radikalislamischen Miliz Islamischer Staat (IS) distanziert. Das Emirat unterstütze "in keiner Weise" extremistischen Gruppen wie IS und werde dies auch nicht tun, betonte Außenminister Khaled al-Attiyah in einer am Samstag in London verbreiteten Erklärung.

"Ihre Ansichten, ihre gewalttätigen Methoden und ihre Ziele sind für uns abstoßend." Die Hinrichtung des US-Journalisten James Foley durch IS verurteilte Attiyah als "barbarischen" Mord.

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller hatte am Mittwoch Katar direkt der Finanzierung des "Islamischen Staats" bezichtigt. In Diplomaten- und Oppositionskreisen wird Katar vorgeworfen, nicht nur wie Saudi-Arabien und der Westen gemäßigte Rebellen zu unterstützen, sondern auch solche, die einen streng islamischen Staat errichten wollen.

Al-Attiyah wies diese Darstellung als schlecht informiert zurück. Das Ziel Katars sei, nach besten Kräften zu Frieden und Gerechtigkeit in der Region beizutragen. Er forderte gemeinsame Anstrengungen, um die Gewalt im Irak und in Syrien zu beenden. (red&APA/Reuters, 23.8.2014)

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