Acht Kilometer lange Menschenkette gegen Braunkohle gebildet 

23. August 2014, 17:26
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Umweltschützer verbanden bedrohte Orte in Brandenburg und Polen

Berlin - Mit einer kilometerlangen Menschenkette haben Umweltschützer am Samstag gegen den Braunkohletagebau in Deutschland und Polen sowie für eine konsequente Energiewende demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter verbanden mehr als 7.000 Menschen durch die rund acht Kilometer lange Kette zwei von der Abbaggerung bedrohte Dörfer, das brandenburgische Kerkwitz und das polnische Grabice.

"Braunkohle zerstört unsere Zukunft. Jeder neue Tagebau ist ein Angriff auf die Energiewende", hieß es in einer Erklärung. Zu der Protestaktion hatten der deutsche Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie weitere Organisationen aufgerufen, darunter die Umweltverbände BUND und Greenpeace sowie polnische Verbände. "Noch immer wird von der Bundesregierung auf Kohle gesetzt", kritisierte der BBU. Greenpeace erklärte zu der Menschenkette, in Deutschland und Polen solle noch über das Jahr 2050 hinaus "schmutzige und umweltschädliche Braunkohle verstromt" werden. "Die gewaltigen CO2-Emissionen werden den Treibhauseffekt weiter anheizen", warnte die Umweltschutzorganisation.

Unterstützung von Grünen und Piratenpartei

Unterstützt wurde der Protest von den Grünen und der Piratenpartei. "In der polnischen und deutschen Lausitz planen die Energiekonzerne PGE und Vattenfall gigantische neue Braunkohletagebaue. Das wollen wir verhindern", hieß es in einer Erklärung des Grünen-Landesverbands Brandenburg. Dessen Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 14. September, Ursula Nonnemacher, warnte im Kurznachrichtendienst Twitter vor "Folgeschäden des Braunkohlebergbaus, natürlich zu Lasten der Allgemeinheit".

Die brandenburgische Landesregierung hatte im Juni grundsätzlich grünes Licht für neue Braunkohletagebaue gegeben. Die Entscheidung erfolgte mit Zustimmung der an der Regierung beteiligten Linkspartei, obwohl diese auf Bundesebene für einen Kohleausstieg eintritt. Greenpeace-Aktivisten hatten aus Protest dagegen die Parteizentrale der Linken zeitweise besetzt. (APA, 23.8.2014)

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