"Spiegel"-Konflikt: Büchner vor "Showdown"

22. August 2014, 17:24
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Print- und Onlineredakteure bringen getrennt Petitionen ein

Berlin - "Feuer", "Showdown", "Revolte" - dramatischer als deutsche Medien könnte man kaum formulieren, was sich derzeit beim Spiegel abspielt. Weil Chefredakteur Wolfgang Büchner mit dem Okay von Geschäftsführer Ove Saffe alle Ressortleiter-Jobs neu ausschreibt, probt die Redaktion den Aufstand. 210 von 250 Redakteuren unterzeichneten eine Petition gegen die Pläne der Chefredaktion, berichten Medien. Freitagnachmittag traten die Gesellschafter zusammen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren.

Hintergrund des drastischen Vorgehens sind Pläne, wonach Print- und Onlineredaktion des Wochenmagazins verschmelzen sollen. Der Widerstand dagegen ist groß und macht Büchner nicht beliebter. In der Redaktion wird die Neuausschreibung als Machtprobe interpretiert, mit der der umstrittene Chefredakteur unliebsame Kollegen loswerden möchte. Auf eine Spaltung deutete zuletzt einiges hin: Auch die Onliner brachten eine Petition ein - für Büchner. (DER STANDARD, 23.8.2014)

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