Indien verhindert Start einen Gandhi-Films

22. August 2014, 15:51
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Angst vor neuer Gewalt zwischen Hindus und Sikhs

Neu-Delhi - Die indische Regierung hat den Start eines Kinofilms über die Ermordung der früheren Regierungschefin Indira Gandhi verhindert. Der Zentralausschuss für Filmzulassungen habe den für Freitag geplanten Kinostart von "Kaum De Heere" am Donnerstag gestoppt, berichtete die indische Nachrichtenagentur PTI. Laut Medienberichten erfolgte die Überprüfung des Films auf Bitten des Innenministeriums.

Der indische Geheimdienst soll demnach zuvor vor Gewaltausbrüchen im Norden des Landes gewarnt haben. Der Film steht in der Kritik, weil er die Mörder Gandhis angeblich in positivem Licht erscheinen lässt. Im Juni 1984 hatten indische Truppen auf Anordnung Gandhis den Goldenen Tempel im nördlichen Bundesstaat Punjab gestürmt, in dem sich militante Anhänger der Religionsgemeinschaft der Sikh verschanzt hatten. Bei dem Einsatz wurden hunderte Menschen getötet. Vier Monate später wurde Gandhi von zwei Sikh-Leibwächtern getötet. In den folgenden Unruhen starben etwa 3.000 Menschen.

Zu den Gegnern des Films gehört die Jugendorganisation von Gandhis Kongresspartei. "Ich habe dem Premierminister (Narendra Modi) geschrieben, damit der Film gestoppt wird", sagte Vikramjit Chaudhary von der Kongressjugend in Punjab der Nachrichtenagentur AFP. Er hatte schon zu Wochenbeginn vor gewalttätigen Protesten gegen den Film gewarnt. Der Regisseur Ravinder Ravi verteidigte hingegen sein Werk im Gespräch mit der Zeitung "The Hindu": Die Charaktere des Films seien "weder Helden noch Bösewichter". (APA, 22.8.2014)

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