Rollentausch und ungestillter Hunger

21. August 2014, 16:46
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David Alaba bestreitet am Freitag mit den Bayern gegen Wolfsburg das Eröffnungsmatch in der Bundesliga, eine angestammte Position liegt hinter ihm

München - Auf David Alaba wartet eine Reise ins Ungewisse. In den vergangenen Jahren war Österreichs bester Fußballer beim FC Bayern auf der Linksaußenposition in der Viererkette festgelegt, damit dürfte es nun vorbei sein.

"Wir werden sehen, wo ich im Saisonverlauf eingesetzt werde. Entscheidend ist aber nur, dass ich so viele Partien wie möglich machen darf", weiß Alaba selbst noch nicht genau, wo er künftig zu stehen kommen wird.

In die Mitte

Durch das Liebäugeln von Trainer Josep Guardiola mit einer Dreierkette, gekoppelt mit Personalsorgen nach Verletzungen ist der flexible Herr Alaba nun auch in anderen Mannschaftsteilen gefragt. "Es ist ein Vorteil für mich, mehrere Positionen zu spielen, weil ich dadurch weiter dazulernen kann. Und dass ich verschiedene Rollen übernehmen kann, habe ich schon bewiesen."

Bei der Supercup-Niederlage gegen Dortmund fand sich der Österreicher etwa im Abwehrtrio wieder, beim 4:1 im Pokal bei Preußen Münster war sein Arbeitsplatz im defensiven Mittelfeld verortet. Es gelang sogar ein Treffer.

Alabas Selbstvertrauen kommt nicht von ungefähr - seit zweieinhalb Jahren ist er unumstrittener Stammspieler beim FC Bayern, trotz seiner erst 22 Jahre zählt er beim aktuellen Doublegewinner schon zu den gestandenen Mitarbeitern.

Seine Bilanz in München kann sich auch hinsichtlich der eingesammelten Trophäen mehr als sehen lassen: Je drei deutsche Meisterschaften und Cups, einmal Champions League, Klub-WM und europäischen Supercup. Doch Alaba will mehr. "Ich bin hungrig, so wie die ganze Mannschaft", sagt der 32-fache Internationale.

Ein schwierigerer Weg ist kein Hindernis

"Es wird nicht einfach, die Erfolge der letzten Jahre zu wiederholen. Aber wir wollen es wieder schaffen, das ist auch der Anspruch des FC Bayern. Und man spürt in jedem Training, dass jeder so viele Titel wie möglich gewinnen will", so Alaba vor dem Auftaktspiel des Titelverteidigers am Freitag (20.30 Uhr/live ARD) gegen den VfL Wolfsburg.

Der Herbst könnte jedoch aufgrund der angespannten Personalsituation deutlich beschwerlicher ausfallen, als das noch beim Sololauf der vergangenen Spielzeit der Fall war. Javi Martinez, Bastian Schweinsteiger, Thiago Alcantara und Rafinha fallen noch wochen- oder monatelang aus, Franck Ribery wird am Freitag ebenfalls fehlen.

Dazu kommt, dass die Vorbereitung für die deutschen Weltmeister Philipp Lahm, Jerome Boateng, Manuel Neuer, Thomas Müller und Mario Götze sowie für den WM-Dritten Arjen Robben sehr kurz war. "Über diese Situation wird derzeit in Deutschland viel geredet, aber wir versuchen uns davon nicht ablenken zu lassen. Wir haben trotzdem eine sehr gute Mannschaft mit vielen erfolgshungrigen Spielern", meinte Alaba.

"Topfit"

Seine eigene Motivation stellte er unter anderem dadurch unter Beweis, dass er bereits fünf Tage vor dem offiziellen Vorbereitungsstart ins Training einstieg. "Ich habe das Programm in den letzten Wochen super durchgezogen und fühle mich topfit", sagte Alaba, der im Mai einen Muskelfaserriss im Hüftbereich erlitten hatte und deshalb für das deutsche Pokal-Finale und die Länderspiele gegen Island und Tschechien ausgefallen war.

Sein Team-Comeback steht am 8. September im Happel-Stadion an, wenn es zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen Schweden geht. Ob Zlatan Ibrahimovic bis dahin fit wird, ist für Alaba nebensächlich: "Natürlich kann er Spiele alleine entscheiden, aber wir sollten uns nicht auf ihn, sondern auf unsere eigenen Stärken konzentrieren." (APA/red - 21.8. 2014)

Erster Spieltag, Deutsche Bundesliga

Freitag: Bayern München - VfL Wolfsburg (20.30 Uhr)

Samstag: 1. FC Köln - Hamburger SV, Eintracht Frankfurt - SC Freiburg, Hertha BSC - Werder Bremen, Hannover 96 - Schalke 04, 1899 Hoffenheim - FC Augsburg, Dortmund - Leverkusen

Sonntag: Paderborn - Mainz, Gladbach - Stuttgart

  • Vielseitigkeit zahlt sich aus: David Alaba ist der Beweis.
    foto: ap/sarbach

    Vielseitigkeit zahlt sich aus: David Alaba ist der Beweis.

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