Neue Großaktionäre spülen Millionen in BVB-Kasse

21. August 2014, 15:15
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Signal Iduna und Puma steigen ein - 114,4 Millionen Euro sollen über die Kapitalerhöhung aufgebracht werden

Dortmund - Borussia Dortmund verschafft sich mit einer Kapitalerhöhung im dreistelligen Millionenbereich wirtschaflich größere Muskeln. Der deutsche Vizemeister hat zu diesem Zweck zwei neue Großaktionäre an Bord geholt und will über eine Kapitalerhöhung bis zu 114,4 Millionen Euro in die Kasse spülen. Das gab der seit 2000 börsennotierte Klub am Donnerstag offiziell bekannt.

Zum bisherigen Großaktionär, dem Chemikonzern Evonik kommen nun Stadion-Namensgeber Signal Iduna (Versicherung) und der Sportartikelkonzern Puma hinzu. Die drei Gesellschaften haben sich per Erklärung verpflichtet, zusammen mindestens 17,6 der rund 24,5 Millionen auszugebenen Aktien zu einem Preis von 4,66 Euro pro Anteilsschein zu erwerben. Dies entspricht bereits einem Wert von rund 82 Millionen Euro.

"Wir freuen uns sehr über den Anteilseigner-Einstieg von Evonik, Puma und Signal Iduna, den drei wichtigsten Sponsoren des BVB. Borussia Dortmund wird als emotional sehr positiv aufgeladenes Unternehmen auch dank seiner Strahlkraft national und international ein veritabler Partner sein", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Evonik war bereits im Juli eingestiegen und hatte sich für 27,2 Millionen Euro rund neun Prozent der Aktien gesichert. Dortmund will nun 40 Millionen Euro des Erlöses aus der Kapitalerhöhung für den Abbau von Verbindlichkeiten verwenden.

"Finanzielle Widerstandsfähigkeit"

"Verbleibende Mittel sollen zur Erhöhung der finanziellen Widerstandsfähigkeit als Liquiditätsreserve vorgehalten werden. Als mögliche Verwendungszwecke für die Liquiditätsreserve kommen insbesondere heute noch nicht feststehende, zukünftige wachstumssteigernde Investitionen ins Anlagevermögen in Betracht", teilte der Klub mit.

Doch natürlich soll auch für Investitionen in die Mannschaft etwas übrigbleiben. Bislang ist Bayern mit einem Umsatz von 432,8 Millionen Euro (2012/2013) den Dortmundern (260,7 Millionen) weit enteilt.

Zweistelliger Millionen-Gewinn

Der BVB hatte erst kürzlich auf seiner Bilanzpressekonferenz die neuesten Zahlen präsentiert. Der Netto-Erlös des Unternehmens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 11,97 Millionen Euro. Der Konzernumsatz lag über der angepeilten Marke von 250 Millionen. Die Kosten für die Mannschaft beliefen sich 2013/2014 auf knapp über 77 Millionen Euro. Damit liegt man noch deutlich hinter den Aufwendungen der europäischen Spitzengruppe.

Zudem blieb man hinter den Zahlen des Geschäftsjahres 2012/2013 zurück, in dem bei einem Umsatz von 305 Millionen Euro ein Rekordgewinn von 51,2 Millionen Euro erwirtschaftet worden war. Darin enthalten waren allerdings hohe Transfererlöse, etwa durch den Verkauf von Mario Götze an die Bayern. (sid/red - 21.8. 2014)

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