Für Androsch wäre Millionärsabgabe ein "Mengenlehren-Problem"

21. August 2014, 13:19
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Mitterlehner: Viel zu wenig Einnahmen, um Streit anzufangen

Alpbach - Der ehemalige SP-Vizekanzler und Finanzminister Hannes Androsch sieht in der von der SPÖ geforderten Millionärsabgabe ein "Problem der fiskalischen Mengenlehre" - es käme schlicht zu wenig in die Staatskasse. Ähnlich sah es Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Rande einer Pressekonferenz bei den Technologiegesprächen in Alpbach.

Androsch hat zuletzt mehrfach Kritik an einer Millionärsabgabe geäußert. Kanzler Werner Faymann (SPÖ) meinte am Mittwoch deshalb, dass dieser für seine Position "auf einem SPÖ-Parteitag keine zehn Stimmen bekommen" würde.

Zu wenig für Streit

Assistiert wurde Androsch in seiner Ablehnung dabei von Mitterlehner: "Bei uns gibt es maximal sieben Leute, die dafür sind." Auch er zog die "Mengenlehre" heran: "Es ist einfach viel zu wenig, was hereinkommt, um diesen Streit anzufangen."

Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) sprach sich dagegen für eine Diskussion über Vermögenssteuern aus und führte abseits vom Aufkommen auch Verteilungsfragen ins Treffen. Bei ihren Diskussionen mit Industrievertretern hätten diese immer wieder die hohe Lebensqualität und soziale Sicherheit in Österreich als entscheidend für Standortfragen bezeichnet. "Es führt zu Unsicherheiten, wenn die Kluft aus Reich und Arm auseinandergeht." (APA, 21.08.2014)

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