Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Volksgruppen im Sudan

20. August 2014, 23:14
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Gebietsstreitigkeiten als Grund für Gefechte

Khartum - Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Volksgruppen sind in der sudanesischen Krisenregion Darfur Augenzeugenberichten zufolge dutzende Menschen getötet worden. Ein Angehöriger des Rezeigat-Stammes erklärte am Mittwoch, mindestens 30 Mitglieder der Volksgruppe seien bei den Auseinandersetzungen mit dem Stamm Maaliya ums Leben gekommen.

Einem Maaliya-Mitglied zufolge gab es unter den Angehörigen seines Stammes mindestens 40 Tote. Eine unabhängige Bestätigung für die Angaben gab es nicht. Bei den Auseinandersetzungen zwischen den beiden arabischen Stämmen wurden nach Angaben des Rezeigat-Stammes schwere Waffen eingesetzt. Grund für die Kämpfe waren demnach Gebietsansprüche im Bezirk Umm Rakuba.

Im August vergangenen Jahres waren nach UN-Angaben bei Kämpfen zwischen beiden Gruppen 190 Menschen getötet. Hunderte weitere Menschen starben im vergangenen Jahr bei Auseinandersetzungen zwischen anderen Stämmen und ethnischen Gruppen in Darfur. (APA, 20.8.2014)

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