SBO mit Gewinnplus, Krisenherde im Fokus

20. August 2014, 12:40
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Im Halbjahr erwirtschaft der Ölfeldausrüster ein Gewinnplus, die Auswirkungen der aktuellen Krisen sind noch nicht absehbar, einige Risikofaktoren gibt es

Wien - Schoeller Bleckmann Oilfield (SBO) blickt auf ein stabiles erstes Halbjahr zurück. Der Ölfeldausrüster verdiente nach Steuern mit 30,3 Mio. Euro um acht Prozent mehr, das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 45,7 Mio. Euro (nach Wertberichtigung) um 6,4 Prozent über dem des Vorjahres und damit leicht unter den Analystenerwartungen. Das EBITDA sank um 3,9 Prozent auf 65,9 Mio. Euro. Dementsprechend verschlechterte sich die - recht hohe - EBITDA-Marge auf 28,6 (29,1) Prozent, und die EBIT-Marge wuchs auf 19,8 (18,2) Prozent. Der Umsatz ging im selben Zeitraum um 2,2 Prozent auf 230,3 Mio. Euro zurück.

SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann zeigt sich gegenüber derStandard.at mit dem Ergebnis und dem Auftragspolster zufrieden. Beim Ausblick bleibt er allerdings vorsichtig. Die geopolitschen Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten hätten bislang keine Auswirkungen auf das Geschäft der SBO gehabt, blieben aber Unsicherheitsfaktoren für das Gesamtjahr. So müssten nun bei Neugeschäften Exportgenehmigungen eingeholt werden, was einen hohen administrativen Aufwand mit sich bringe. "Die Frage ist, wie lange die Kunden Geduld haben." Auch die Dollar-Schwäche schlägt zu Buche. Grohmann: "In der ersten sechs Monaten hat sich die Währungsabwertung mit vier Millionen Euro im Vorsteuergewinn und mit acht Millionen Euro im Umsatz bemerkbar gemacht."

Sollte die US-Regierung die Sanktionen gegen Russland auf das Verbot der Lieferung von Ölfeld-Ausrüstung und Ölbohr-Technologie auszudehnen, wäre die SBO zwar nicht direkt betroffen, indirekt aber sehr wohl: Zu ihren wichtigsten Kunden zählen die amerikanischen Ölriesen Halliburton oder Schlumberger. (red, derStandard.at, 20.8.2014)

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