"Diablo 3" auf Xbox One: 900p-Auflösung war für Microsoft "nicht akzeptabel"

20. August 2014, 13:49
109 Postings

Konzern wies Entwickler an, mit PS4-Version gleichzuziehen - Auf Kosten der Bildrate

Um Leistungsunterschiede zwischen den Konsolen auszugleichen und eine konstante Bildrate auf unterschiedlichen Systemen zu garantieren, hatte Blizzard das Spiel "Diablo 3" auf der Xbox One mit einer Auflösung von 900p spezifiziert, während die Version für PlayStation 4 mit 1080p ausgegeben wird. In dieser Form konnte garantiert werden, dass beide Fassungen bei gleichen Details mit konstant 60 Bildern pro Sekunde laufen.

Wie sich nun herausstellte, war diese Auflösungsdiskrepanz Microsoft ein Dorn im Auge, wird seit dieser Konsolengeneration die Kennzahl 1080p doch gut und gerne zu Marketingzwecken ausgespielt.

"Inakzeptabel"

"Wir hatten von Beginn an Probleme, es auf 1080p zu bringen", erklärt Entwickler John Hight gegenüber Eurogamer. "Deshalb fällten wir die Entscheidung, auf 900p runterzugehen. Das haben wir damals auf der E3 gezeigt. Und Microsoft sagte so etwas wie 'Das ist inakzeptabel. Ihr müsst einen Weg finden, eine bessere Auflösung zu erzielen', deshalb arbeiteten wir dann direkt mit ihnen zusammen und sie gaben uns ein Code-Update, damit wir die vollen 1080p erreichen konnten:"

Performance-Einbußen

In einer Performance-Analyse konnte Eurogamer nun festmachen, wie Blizzard zusammen mit Microsoft die 44 Prozent höhere Auflösung ohne Abstriche bei den grafischen Effekten erzielen konnten: Während die PS4-Fassung bei konstant 60 Bildern pro Sekunde ausgegeben wird, falle die Bildrate bei der XBO-Ausgabe in grafisch aufwändigeren Szenen stellenweise nun auf rund 50 Bilder pro Sekunde herunter. Bei 900p-Auflösung war dies nicht der Fall.

"Kurz gesagt: Während Blizzard die Leistungsdifferenz nun in Sachen Bildqualität (Auflösung) ausgeglichen hat, gibt es nun Performance-Probleme (Bildrate)... Diese sind nicht spielzerstörend und viele Spieler werden es nicht einmal bemerken, aber es ist klar, dass eine Auflösungssteigerung von 44 Prozent nicht gratis zu haben ist", so Eurogamer. (zw, derStandard.at, 20.8.2014)

Links

Eurogamer

  • "Kurz gesagt: Während Blizzard die Leistungsdifferenz nun in Sachen Bildqualität (Auflösung) ausgeglichen hat, gibt es nun Performance-Probleme (Bildrate)... Diese sind nicht spielzerstörend und viele Spieler werden es nicht einmal bemerken, aber es ist klar, dass eine Auflösungssteigerung von 44 Prozent nicht gratis zu haben ist"
    bild: blizzard

    "Kurz gesagt: Während Blizzard die Leistungsdifferenz nun in Sachen Bildqualität (Auflösung) ausgeglichen hat, gibt es nun Performance-Probleme (Bildrate)... Diese sind nicht spielzerstörend und viele Spieler werden es nicht einmal bemerken, aber es ist klar, dass eine Auflösungssteigerung von 44 Prozent nicht gratis zu haben ist"

Share if you care.