Hütter: "Malmö muss uns erst schlagen"

20. August 2014, 11:57
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Salzburg ist weiterhin frohen Mutes, trotz des "saublöden" Gegentors. "Sehr glücklich" ist man dagegen aufseiten Malmös

Salzburg - Die Champions League ist im siebenten Anlauf also noch keine gmahte Wiesn für Salzburg. Denn trotz spielerischer Dominanz musste man sich im Playoff-Hinspiel am Dienstag vor eigener Kulisse mit einem 2:1 gegen Malmö zufriedengeben. Der Optimismus litt trotz des "saublöden" Gegentors aber nicht. "Malmö muss uns erst schlagen", sagte Coach Adi Hütter.

"Das Wichtigste ist der Sieg und dass wir vorgelegt haben", meinte Hütter nach der wohl bedeutsamsten Partie seiner Trainerkarriere. "Nach dem Spiel hat es von mir aufmunternde Worte gegeben. Das wäre heute auch erst die halbe Miete gewesen." Das Auswärtsrückspiel folgt am kommenden Mittwoch.

Der Gegentreffer in der letzten Minute sei dennoch bitter: "Das hätten wir uns sparen können, zumal wir die Chance auf das dritte Tor hatten." Seine Spieler beteuerten, durch den "sehr, sehr unangenehmen Treffer" (Hütter) nichts an Selbstvertrauen eingebüßt zu haben. "Das ist nicht unser Wunschergebnis, wir können aber damit leben", erklärte etwa Linksverteidiger Andreas Ulmer.

Malmö ging fast auf die Bretter

Trotz ihres spielerisch guten Auftritts, trotz der zahlreichen Chancen war den Bullen die Enttäuschung über den Gegentreffer ins Gesicht geschrieben. Denn spätestens nach Kevin Kampls Solo in der 77. Minute hätte es 3:0 stehen müssen - doch Filip Helander rettete den Ball vor der Linie. "Ich hätte das 3:0 machen müssen. Dann könnten wir mit einem besseren Gefühl nach Schweden fahren", sagte der slowenische Teamspieler, den das "saublöde" Gegentor schmerzte. "Mit einem dritten Treffer wäre Malmö psychisch k. o. gewesen", war auch Rechtsverteidiger Christian Schwegler überzeugt.

Hütter patzte nach dem Gegentor niemanden an, weder Innenverteidiger Franz Schiemer noch Goalie Peter Gulacsi. "Vielleicht hat Schiemer einfach den Zuruf von Gulacsi durch die enorme Stimmung nicht gehört." Schiemer bestätigte genau das.

Dass die Schweden vor fast ausverkauftem Haus trotz spielerischer Unterlegenheit drei hochkarätige Chancen vorfanden und Schwächen in der Salzburger Defensive aufzeigten, wunderte Hütter nicht. "Wir sprechen hier vom Champions-League-Play-off und nicht von einem Bundesliga-Spiel."

Kein Spaziergang

"Die Chance ist nach wie vor gut", meint Jonathan Soriano, dessen 13. Saisontreffer das 95. Tor in seinem 105. Pflichtspiel für Salzburg war. Schwegler tat eine Kampfansage: "Wir werden wieder aufstehen. Im Rückspiel müssen wir eiskalt sein."

Die Schweden wittern ihre Chance. "Wir sind mit dem Resultat sehr glücklich", sagte Rosenberg, der sich über seine vergebenen Chancen ärgerte. Das Duell in Malmö werde für Salzburg ein schweres. "Salzburg ist Favorit. Aber wir sind zuhause sehr stark, wissen, dass wir dort jedes Team schlagen können."

Ähnlich viel Optimismus versprühte sein Coach Aage Hareide: "Wir haben das wichtige Tor gemacht. Das 2:1 ist ein sehr gutes Ergebnis für uns. Jetzt lebt unsere Chance wieder." Auch er kündigte den Salzburg einen harten Kampf an: "In Malmö wird das ein ganz anderes Spiel mit unseren Fans im Rücken. Sparta Prag hat das zu spüren bekommen (nach einem 2:4 in Prag drehte Malmö das Duell der 3. Qualirunde zuhause mit einem 2:0, Anm.). Wir werden uns bis dahin noch besser auf das Salzburger Spiel einstellen." (APA/red, 20.8.2014)

  • Warum auch nicht: Adi Hütter bleibt Optimist.
    foto: apa/krug

    Warum auch nicht: Adi Hütter bleibt Optimist.

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