Microsoft zieht weitere Windows-Updates zurück

20. August 2014, 10:00
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Nutzer klagen über Bluescreens und weitere Probleme

Seit dem letzten Patchday am vergangenen Dienstag klagen zahlreiche Windows-Nutzer über Probleme mit ihrem System, die teilweise zu einem Bluescreen führen. Die Ursache dürfte jedoch komplizierter als ursprünglich angenommen sein. Nachdem Microsoft in der letzten Woche zuerst eines der neuen Updates zurückgezogen hat, das offenbar für die Probleme verantwortlich ist, folgen nun gleich drei weitere.

Windows Vista bis 8.1 betroffen

Zu den Hintergründen der Probleme macht Microsoft jedoch keine Angaben. Heise meint, dass sich der Konzern wohl selbst noch nicht im Klaren über die genauen Ursachen sei. Mittlerweile wurden nun vier der am letzten Patchday veröffentlichten Updates zurückgezogen, sie wurden auf verschiedensten Windows-Systemen von Windows Vista bis 8.1 angeboten. Es handelt sich um die Updates mit den Knowledge-Base-Einträge 2982791, 2970228, 2975719 und 2975331.

Updates deinstallieren

Microsoft hat die Download-Links mittlerweile entfernt, auch über Windows-Update werden die vermeintlich fehlerhaften Updates nicht mehr angeboten. Zu den Problemen zählen eine fehlerhafte Darstellung von Schriftarten und ein Bluescreen mit einer 0x50-Fehlermeldung. Microsoft empfiehlt, bei Problemen die betreffenden Updates über die Systemsteuerung zu deinstallieren. Manchen Anwendern soll es jedoch überhaupt nicht mehr möglich sein, ihre Geräte zu starten – auch nicht im abgesicherten Modus.

Auch ein Sicherheitsupdate betroffen

Bei einem der zurückgezogenen Updates handelt es sich um ein Sicherheitsupdate. Dieses bügelt eine Schwachstelle aus, bei der über eine manipulierte Font-Datei Systemrechte erlangt werden können. Microsoft selbst gibt an, dass innerhalb der nächsten 30 Tage wohl nicht mit einem zuverlässigen Exploit zu rechnen sei. (wen, derStandard.at, 20.8.2014)

  • Bei vier der zuletzt veröffentlichten Updates muss Microsoft nachbessern.
    foto: reuters/schwarz

    Bei vier der zuletzt veröffentlichten Updates muss Microsoft nachbessern.

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