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Ist der Hamburger aus Hamburg?

25. August 2014, 09:07

Nur fast: Anders als bei einigen angelsächsischen Leihwörtern wie "Frankfurter“ (Würstel), "Dresdener“ (Porzellan) oder "Holsteiner“ (gefleckte Kuh) ist beim Hamburger jedoch weitgehend unklar, warum er heißt, wie er heißt - und wer ihn erfunden hat.

Die wahrscheinlich zielführendste Spur findet sich im Oxford English Dictionary von 1802. Das Sprachwörterbuch definierte Hamburg Steak seinerzeit schlicht als gepökeltes Rindfleisch. Es ist plausibel, dass Hunderttausende von Auswanderern, die über die Hamburg in die USA verschifft wurden, das mit Salz haltbar gemachte Fleisch als Proviant mit sich führten.

Essen für Unterwegs

Die Verpflegung an Bord war miserabel, zumindest für die weniger betuchten Zwischendeck-Passagiere. Kochen war auch vermutlich schwierig - das zähe Pökelfleisch pur zu verspeisen, muss eine eher unerfreuliche Erfahrung gewesen sein. Was lag da näher, als Streifen oder Stücke klein zu schneiden und diese - mangels Teller und Besteck - zwischen zwei Scheiben Brot zu geben? Wurde der Hamburger so vielleicht aus der Not geboren, als Reiseproviant armer Menschen?

Beweisen lässt sich das bisher nicht, aber es ist die vielleicht plausibelste Hamburger-Hypothese.

Burger und Buns

Ein Hamburger kann mit "French Fries“, Ofenkartoffeln, Mashed Potatoes, Kartoffelchips, Salat, Sauergemüse, wie Essiggurke, und unendlich vielen anderen Beilagen auf den Tisch kommen. Zum "Burger“ wird er aber erst durch die typischen, weichen, leicht süßlich schmeckenden Brötchen mit oder ohne Sesam. Die richtigen Brötchen, in den Staaten "Buns“ genannt, kann man ruhig in größeren Mengen einkaufen, denn sie lassen sich gut tiefkühlen, für ihren Einsatz dann einfach auftauen, quer halbieren ( eventuell die Schnittflächen noch mit zerlassener Butter bestreichen), grillen und - fertig.

Ganz anders sieht das beim wertvollsten Rohstoff des Burgers aus – dem Rindsfaschierten. Der ideale "Patty“ (bei uns Laibchen, in Deutschland Frikadelle, Bulette oder auch Pflanzerl genannt) ist unter den Verehrern des Hamburgers daher ein ständiges Diskussionsthema.

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    foto: radatz
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