Russische Region macht Jagd auf Rentiere

19. August 2014, 12:14
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In der russischen Region Tschukotka will man nach den Sanktionen verstärkt auf heimisches Fleisch setzen

Während in Österreich und in Polen zum Apfelessen aufgerufen wird, um die Wirkung des russischen Importstopps für Nahrungsmittel abzufedern, bleibt man auch in Russland nicht untätig.

In der russischen Region Tschukotka im äußersten Nordosten des Landes stellt man sich laut St.Peterburg Times auf eine Art Selbstversorgung ein. Seit Montag planen dort demnach Lokalpolitiker die Jagd auf wilde Rentiere, um ausfallende Fleischlieferungen aus den USA zu kompensieren.

Genau genommen will man mit dem Fleisch unter anderem regionale Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser versorgen, sagte Gouverneur Roman Kopin laut SP-Times.

Angesichts der Ukraine-Krise hatten die Europäische Union und die USA Ende Juli Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Russland reagierte seinerseits unter anderem mit einen Importstopp für Nahrungsmittel aus den an den Russland-Sanktionen beteiligten Ländern. (red, derStandard.at, 19.8.2014)

  • Exotisch ist die Rentierjagd in dieser harschen Gegend grundsätzlich nicht.
    foto: reuters/fedosenko

    Exotisch ist die Rentierjagd in dieser harschen Gegend grundsätzlich nicht.

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