Indiens Premier sieht Eltern beim Thema Vergewaltigung in der Pflicht

19. August 2014, 11:15
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Narendra Modi: "Jeder Vergewaltiger ist jemandes Sohn"

Neu-Delhi - Angesichts der teils tödlichen sexuellen Übergriffe im Land sieht der neue indische Premierminister Narendra Modi auch die Eltern in der Pflicht. In seiner ersten Rede zum Unabhängigkeitstag appellierte Modi am Freitag an sie, ihren Teil beizutragen.

"Der Vergewaltiger ist jemandes Sohn. Trauen Sie sich Fragen zu stellen, behalten Sie sie im Blick, wo sie sich aufhalten, was sie machen?", sagte Modi. Ebenso sollten die Eltern auch ihre zehn bis zwölf Jahre alten Töchter fragen, wo diese hingingen und was sie täten.

Seit der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus 2012 in Neu Delhi macht die sexuelle Gewalt gegen Frauen im Land immer wieder national und international Schlagzeilen. Der Hindu-Nationalist Modi war erst im Frühjahr zum neuen Premierminister gewählt worden. Am 15. August begeht Indien das Ende der britischen Herrschaft im Jahre 1947. (APA, 19.8.2014)

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