Chinesische Hacker entwenden 4,5 Millionen US-Patientendaten

19. August 2014, 09:43
3 Postings

Hack wurde von einer "Advanced Persistent Threat"-Gruppe durchgeführt, die zum chinesischen Militär gehören könnte

Community Health Systems, die vor allem in ländlichen Gebieten der USA insgesamt 206 Krankenhäuser betreiben, wurden im April und Juni dieses Jahres Ziel von Cyberangriffen. Insgesamt wurden persönliche Daten von rund 4,5 Millionen Patienten gestohlen. Die Angriffe wurden vermutlich von einer "Advanced Persistent Threat"-Gruppe aus China durchgeführt, heißt es in dem offiziellen Bericht.

Involvierung des chinesischen Militärs?

Re/code hebt hervor, dass die Bezeichnung der Gruppe als "Advanced Persistent Threat" interessant sei. Der Begriff wurde im letzten Jahr erstmals vom Sicherheitsunternehmen Mandiant, die nun auch von Community Health Systems engagiert wurden, verwendet. Es handle sich dabei um eine Einheit des chinesischen Militärs, die seit 2006 mehr als 140 Cyberangriffe auf Unternehmen und Organisationen durchgeführt haben soll.

Ob der Hack der Patientendaten ebenfalls auf das chinesische Militär zurückgeht, oder ob eine andere Hacker-Gruppe in China verantwortlich ist, geht aus dem Bericht jedoch nicht hervor. Die chinesische Regierung selbst dementierte in der Vergangenheit, für die Angriffe der letzten Jahre verantwortlich zu sein.

Keine medizinischen Patientendaten

Bei den entwendeten Daten handelt es sich um persönliche Informationen von ungefähr 4,5 Millionen Patienten, die in den letzten fünf Jahren in den Einrichtungen des Unternehmens behandelt wurden. Medizinische Patientendaten sollen nicht betroffen sein. (wen, derStandard.at, 19.8.2014)

  • Hacker haben persönliche Daten von 4,5 Millionen Patienten aus US-amerikanischen Krankenhäusern entwendet.
    foto: francis zera/spaces images/corbis

    Hacker haben persönliche Daten von 4,5 Millionen Patienten aus US-amerikanischen Krankenhäusern entwendet.

Share if you care.