Österreichischer Bergsteiger in Südtirol erfroren

18. August 2014, 16:55
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50-Jähriger war mit Turnschuhen und kurzen Hosen auf 3.500 Metern in Bergnot geraten

Bozen - Ein österreichischer Urlauber ist in der Nacht auf Montag auf der 3.500 Meter hohen Dreiherrenspitze im Südtiroler Ahrntal in Bergnot geraten und erfroren. Der Bergsteiger, der nur mit Turnschuhen und kurzen Hosen unterwegs war, hatte sich beim Abstieg vom Gipfel verirrt und telefonisch Alarm geschlagen. Rettungskräfte fanden ihn gegen 2.00 Uhr, der 50-Jährige starb jedoch wenig später.

Der erfrorene Urlauber stammte aus St. Johann in Pongau. Wie die Finanzwache in Bruneck mitteilte, wurden die Angehörigen benachrichtigt. Die Leiche soll obduziert werden. Die Identität des 50-jährige Bergsteiger konnte nicht sofort festgestellt werden, da der Mann keine Dokumente bei sich hatte.

Der Urlauber war am Sonntag allein von der Birnlückenhütte zur Dreiherrenspitze direkt an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien aufgestiegen. Am Abend setzte er mit seinem österreichischen Handy einen Notruf ab, der in Salzburg empfangen wurde. Von dort wurde die Südtiroler Notrufzentrale alarmiert. Der Bergsteiger gab an, müde, aber unverletzt zu sein, seinen Standpunkt konnte er nicht genau angeben, was die Suche noch erschwerte.

Bergretter machten sich auf die Suche nach dem Mann, da wegen der Dunkelheit ein Hubschraubereinsatz nicht mehr möglich war. Als die Einsatzkräfte den Österreicher fanden, war dieser bereits in schlechter Verfassung. Er starb vermutlich an Unterkühlung. Eine Stunde lang versuchten die Bergretter vergeblich, den Mann zu reanimieren. (APA, 18.8.2014)

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