Falco am Westring: Asfinag plant Ersatzbrutplätze

18. August 2014, 19:34
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Wanderfalken versus Westring: Streit über Brutstätte in Linz

Linz - Die Frage, ob eine beliebte Brutstätte für Linzer Wanderfalken in den "Urfahrwänd" ab dem kommenden Jahr dem Bau des Linzer Westrings zum Opfer fällt, wird zum Kompetenzstreit zwischen Stadt, Land und Bund.

Im Büro von Oberösterreichs Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FP) sieht man die Stadt Linz am Zug, da der besagte Horst "eindeutig auf Linzer Stadtgebiet liegt". Im Büro der Linzer Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SP) will man sich den seltenen Vogel aber nicht umhängen lassen. Zuständig sei nämlich das Infrastrukturministerium respektive die für Autobahnbau zuständige Asfinag. Die Botschaft aus dem Linzer Rathaus: Man verstehe "beide Seiten" -- also Falke und Westring - und es müsse jetzt "sehr sensibel" vorgegangen werden. Nachsatz: "Es ist eine Frage der Interessenabwägung.

Bekannter Vogel

Bei der Asfinag ortet man eine "künstlich aufgebauschte" Debatte. "Das Vögelchen ist schon lange ein Thema bei uns. Wir wissen seit dem Jahr 2012 von diesem Brutplatz", erläutert Asfinag-Sprecher Christoph Pollinger.

Leopold Lechner, Projektverantwortlicher der A26, präzisiert: "Bereits im UVP-Verfahren war der Wanderfalke ein Thema. Der Brutplatz wurde auch heuer bei einer neuerlichen Kartierung nachgewiesen. Wir haben umgehend reagiert und die Schaffung entsprechender Ersatzbrutplätze vorgesehen." Die Erteilung des naturschutzbehördlichen Bescheides sei jetzt "Sache des Bundes". (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 19.8.2014)

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