US-Börsen schließen im Plus

19. August 2014, 22:59
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Home Depot überzeugt Anleger - Baumarktkette zieht Gesamtmarkt nach oben

New York - Die Wall Street hat dank eines überraschend großen Gewinnsprungs der Baumarktkette Home Depot Gewinne verzeichnet. Auch Konjunkturdaten sorgten am Dienstag bei vielen Anlegern für Optimismus. Der US-Immobilienmarkt erholte sich im Juli überraschend stark. Die Inflationsrate hielt sich zugleich in Grenzen. Für Unsicherheit sorgt aber die Krise in der Ostukraine, wo sich Rebellen und Regierungstruppen weiter Gefechte lieferten.

In den kommenden Tagen rückt die Geldpolitik der US-Notenbank Fed in den Vordergrund. Am Mittwoch werden die Protokolle der Fed-Sitzung vom Juli veröffentlicht. Ab Donnerstag treffen sich führende Zentralbanker der Welt im US-Ferienort Jackson Hole. Anleger erhoffen sich davon Hinweise auf die weitere Zinspolitik. Die ultralockere Geldpolitik der Fed oder der Bank von Japan hat zur Rally an den Aktienmärkten beigetragen. Auch die Europäische Zentralbank hält die Zinsen auf einem Rekordtief.

Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten ging mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 16.919 Punkte aus dem Handel. Er pendelte im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 16.839 und einem Hoch von 16.929 Stellen. Der breiter aufgestellte S&P 500 legte ebenfalls um 0,5 Prozent zu und notierte mit 1981 Zählern. Beim Nasdaq betrug das Plus 0,4 Prozent auf 4527 Stellen. In Frankfurt beendete der Dax den Tag mit einem Plus von einem Prozent auf 9334 Punkte.

Home Depot überzeugte die Investoren mit einem Umsatz- und Gewinnplus, das über den Erwartungen lag. Nach dem ungewöhnlich strengen Winter machten sich viele Amerikaner daran, im Frühjahr ihre Häuser zu reparieren. Aktien des Dow-Wertes legten um 5,6 Prozent zu. Der Anlageexperte David Donabedian vom Vermögensverwalter Atlantic Trust sagte, es handele sich zwar um einen Einzelhändler. Die Zahlen trügen aber auch zum Gesamtbild des Immobilienmarktes bei, der sich wieder positiv entwickele. "Das ist für die Wirtschaft enorm wichtig."

Aufwärtsging es auch für das Apple -Papier, das um 1,4 Prozent zulegte und erstmals seit einer Aktienteilung im Juni mehr als 100 Dollar kostete. Damit kommt der iPhone-Hersteller auf einen Börsenwert von 600 Milliarden Dollar.

Auf den Verkaufslisten standen Papiere des Kosmetik-Herstellers Elizabeth Arden, der im abgelaufenen Quartal einen Rekordverlust verzeichnete. Vor allem eine schwächere Nachfrage nach Parfüms, die unter den Markennamen der Popstars Justin Bieber und Taylor Swift verkauft werden, machen dem Unternehmen zu schaffen. Der Aktienkurs fiel um mehr als 23 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 550 Millionen Aktien den Besitzer. 1941 Werte legten zu, 1078 gaben nach, und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1448 im Plus, 1231 im Minus und 132 unverändert.

Am Anleihenmarkt sorgten die Inflationsdaten zunächst für Gewinne. Später drehten die US-Staatspapiere jedoch ins Minus. Die Bonds mit einer zehnjährigen Laufzeit verbilligten sich um 4/32 auf 99-24/32. Sie rentierten mit 2,40 Prozent. Die 30-jährigen Anleihen sanken um 9/32 auf 98-11/32 und hatten eine Rendite von 3,21 Prozent.


(Reuters, 19.8.2014)

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