Noch keine Netzsperren: Musikbranche bereitet Klagen vor

18. August 2014, 11:05
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Provider haben Frist bis zum 14. August verstreichen lassen

Wenige Tage nach dem Verein für Antipiraterie hat auch der Verband der österreichischen Musikwirtschafts (IFPI) Klagen aufgrund der geforderten Netzsperren in den Raum gestellt. Beide Organisationen hatten die heimischen Internetprovider aufgefordert mehrere Streaming- und Bittorrent-Portale bis 14. August zu sperren. Die Frist ist verstrichen, die Seiten sind noch immer zugänglich.

Gerichte bestätigten Netzsperren

"Internet-Provider müssen den Zugang zu Websites sperren, auf denen im großen Stil Urheberrechte verletzt werden. Das ist das rechtskräftige Ergebnis des über vier Jahre durch alle Instanzen geführten 'kino.to'-Musterverfahrens", heißt es in einer Aussendung der IFPI. Der Europäische Gerichtshof und der Oberste Gerichtshof hatten Netzsperren als legitimes Mittel gegen Urheberrechtsverletzungen bestätigt.

Vorbeitung rechtlicher Schritte

Neben thepiratebay.se und kinox.to sollen auch isohunt.to, movie4k.to, 1337x.to und h33t.to gesperrt werden. "Die Provider haben die bis zum 14.8.2014 laufende Frist ohne Reaktion verstreichen lassen und wollen es offenbar auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen", so die IFPI. " Von den Providern gibt es dazu bis heute keine Reaktion und so mussten wir unseren Anwalt mit der Vorbereitung rechtlicher Schritte beauftragen", so Geschäftsführer Frank Medwenitsch. (br, derStandard.at, 18.8.2014)

  • Die österreichischen Netzsperren gegen Streaming- und Bittorent-Portale sind noch nicht in Kraft getreten.
    foto: standard

    Die österreichischen Netzsperren gegen Streaming- und Bittorent-Portale sind noch nicht in Kraft getreten.

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