IT-Experte der CIA: "Recht auf Vergessen geht nicht weit genug“

17. August 2014, 16:22
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Dan Geer gilt als IT-Koryphäe. Er fordert radikalere Maßnahmen und ein "Recht, sich online neu zu erfinden“

Auf der Hacker-Konferenz Black Hat hat sich IT-Experte Dan Geer für eine weitaus radikalerer Praxis des "Recht auf Vergessenwerdens“ ausgesprochen. Geer, der für die Venture-Beteiligungssparte der CIA arbeitet, gratulierte der EU zu einem "ersten Babyschritt“ in die richtige Richtung, der jedoch nur den Beginn eines langen Umdenkens sein könne.

Überwachung spielt auch Rolle

So verwies Geer etwa auf die NSA-Affäre und die Medienberichterstattung darüber: „Es ist ironisch“, so Geer, "dass viele Medien das 'Recht auf Vergessenwerden' kritisieren, weil sie selbst von Google entfernt werden“ - dabei aber die NSA für ihre Datengier an den Pranger stellten. Denn: Alles hänge miteinander zusammen, so Geer laut Guardian.

"Online neu erfinden"

Und wenn Regierungen schon Daten sammeln, auswerten und archivieren könnten, dann sollten Privatpersonen wenigsten gegenüber Privatunternehmen Rechte erhalten, erklärte Geer. Für ihn gibt es ein "Recht, sich online neu zu erfinden“, das allen offenstehen sollte – selbst wenn die wenigsten davon Gebrauch machen sollten. (fsc, derStandard.at, 17.8.2014)

  • Dass Google Links auf Antrag löschen muss, ist nur ein erster Schritt, so IT-Experte Dan Geer
    foto: reuters

    Dass Google Links auf Antrag löschen muss, ist nur ein erster Schritt, so IT-Experte Dan Geer

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