Polizei plant Handysperre aus der Ferne

17. August 2014, 12:52
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Ab September will das Innenministerium mit Netzbetreibern über gemeinsames Register der Seriennummern verhandeln

Gestohlene Smartphones sollen künftig aus der Ferne gesperrt werden können: Möglich macht dies eine sogenannte IMEI-Sperre, deren Einsatz die österreichische Polizei plant. Bei der IMEI handelt es sich um die "International Mobile Equipment Identity“, also eine 15-stellige Nummer, durch die jedes Handy eindeutig zugeordnet werden kann. Also auch die rund 25.000 Smartphones, die jährlich in Österreich durch Diebstahl ihren Besitzer wechseln. Durch die IMEI-Sperre wird es dem Entwender dann unmöglich gemacht, das Handy zu benutzen.

Können manipuliert werden

Das gilt zumindest in der Theorie: Denn praktisch lassen sich IMEI-Nummern manipulieren, wie Sicherheitsforscher mehrfach vorgezeigt haben. Dadurch wäre die Maßstabe nutzlos, sollten die Diebe über IT-Kenntnisse verfügen. Dennoch will das Innenministerium schon im Herbst mit allen Netzbetreibern über die Einführung eines IMEI-Registers verhandeln, berichtet der ORF.

*#06#

Die IMEI-Nummer ist bei den meisten Smartphones auf der Rückseite ablesbar, über die Tastenkombination *#06# kann sie ebenfalls abgefragt werden. Die Angabe dieser Nummer soll dann reichen, um eine Sperre zu erwirken – sofern das Handy auf den Anzeigenden registriert ist. (fsc, derStandard.at, 17.8.2014)

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