IS soll in Syrien mehr als 700 Stammesangehörige getötet haben

16. August 2014, 20:52
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In London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte: Binnen zwei Wochen 700 Menschen im Osten des Landes umgebracht

Damaskus - Jihadistische Kämpfer der Gruppe "Islamischer Staat" (IS) haben nach Angaben von Aktivisten in Syrien innerhalb von zwei Wochen mehr als 700 Angehörige eines Stammes getötet. Wie die die den Rebellen nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte, hatte der im Osten Syriens siedelnde Stamm der Shaitat versucht, sich gegen die sunnitischen Jihadisten zu erheben. Eine offizielle Bestätigung für die Angaben gab es nicht.

Unter den Toten sind der Beobachtungsstelle zufolge 100 bewaffnete Kämpfer. Bei den übrigen Todesopfern handelt es sich demnach um Zivilisten. Die Menschen seien in mehreren Dörfern der Provinz Deir al-Zor getötet worden, die größtenteils von IS-Jihadisten kontrolliert wird. Die Gruppierung, die unter anderem mit großer Brutalität gegen Minderheiten vorgeht, hatte das Gebiet dem von ihr Ende Juni proklamierten "Kalifat" eingegliedert, das Teile Syriens und des Irak umfasst. (APA, 16.8.2014)

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