Österreich beteiligt sich an Hilfsgüterlieferung in Nordirak

15. August 2014, 10:53
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Pakete in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz wurden zusammengestellt

Wien/Erbil/Bagdad - Österreich will sich an der Luftbrücke zur Lieferung von Hilfsgütern für die von der jihadistischen Gruppe "Islamischer Staat" (IS) vertriebenen Flüchtlinge im Nordirak beteiligen. Durch Hilfslieferungen soll eine "Gesundheitserstversorgung" für bis zu 100.000 Menschen für die Dauer von bis zu drei Monaten ermöglicht werden, hieß es dazu aus dem Außenministerium Freitagfrüh.

Entsprechende Pakete seien in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation "Rotes Kreuz" zusammengestellt worden und enthielten Güter, wie etwa Medikamente. Derzeit lote man noch die Möglichkeiten des Transportweges der Hilfsgüter aus. Seit mehreren Tagen gebe es bereits "eine engste Abstimmung zwischen dem Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium", hieß es dazu aus dem Außenamt.

Die "Kronen Zeitung" berichtete in ihrer Freitagsausgabe über einen möglichen Transport via Zypern mit britischer Beteiligung. Dies konnte das Außenamt zunächst nicht bestätigen.

Österreich stellte in den vergangenen Tagen eine Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für den Nordirak bereit. Laut Angaben der UN-Mission im Irak (UNAMI) fanden bereits rund 200.000 Menschen Zuflucht in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak. Im Tagesverlauf wollen die EU-Außenminister auf einer Sondersitzung in Brüssel über das weitere Vorgehen zum Irak beraten. (APA, 15.8.2014)

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