Mehr als 40 Jihadisten im Libanon angeklagt

14. August 2014, 21:37
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Syrische Islamisten besetzten Grenzstadt im Osten des Landes - USA liefern Waffen

Beirut - Im Libanon sind mehr als 40 Jihadisten wegen des Versuches zur Einrichtung eines "Emirats" im Osten des Landes angeklagt worden.

Insgesamt erhob die Militärjustiz am Donnerstag Anklage gegen zehn inhaftierte Syrer und 33 flüchtige Jihadisten wegen "Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrorgruppe, der Verübung von Terrorakten und des Versuchs, Regionen des Libanon unter ihre Kontrolle zu bringen, um dort ihr Emirat zu errichten". Den Angeklagten droht im Fall ihrer Verurteilung die Todesstrafe.

Unter den inhaftierten Syrern ist Imad Ahmad Jomaa, ein Anführer der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS). Seine Festnahme in Arsal an der Grenze zu Syrien hatte am 2. August heftige Kämpfe zwischen den libanesischen Sicherheitskräften und den Jihadisten ausgelöst, bei denen die anderen neun Syrer festgenommen wurden. Es waren die schwersten Gefechte im Libanon seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien. Neben 19 Soldaten wurden bei den fünftägigen Kämpfen dutzende Zivilisten und Jihadisten getötet.

USA liefern weitere Waffen

Die USA wollen den Libanon im Kampf gegen islamistische Milizen aus Syrien mit weiteren Waffen und Munition unterstützen. Das kündigte der US-Botschafter im Libanon, David Hale, am Donnerstag an. Es müsse verhindert werden, dass die Gewalt in Syrien auf das Nachbarland übergreife. Die Lieferungen sollten innerhalb der nächsten Wochen eintreffen und über die kommenden Monate fortgesetzt werden.

Laut Hale folgen sie auf ein Hilfsgesuch der libanesischen Streitkräfte. Seit 2006 haben die USA dem Libanon militärische Unterstützung in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar (748 Mio Euro) zur Verfügung gestellt.

Zwischen der libanesischen Armee und jihadistischen Milizen aus Syrien hatte es vergangene Woche immer wieder Zusammenstöße gegeben. (APA, 14.8.2014)

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