"Graz in Space": Sommeruni zur Weltraumforschung im September

14. August 2014, 16:41
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Am 4. und 5. September finden an Universität Graz Vorträge für ein interessiertes Laienpublikum statt

Graz - Wie landet man auf einem Kometen, wie können Sonnenstürme vorhergesagt werden, wie ändert sich das Erdklima? Antworten auf Fragen wie diese erhalten Interessierte auf der steirischen Sommeruniversität "Graz in Space". Experten aus den Bereichen Weltraumforschung, Astronomie und Astrophysik werden am 4. und 5. September aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse und Projekte allgemein verständlich vorstellen.

Die zweitägige Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Maturanten, Studierende und Lehrer mit naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen. Geboten werden insgesamt 25 Vorträge, alle am Institut für Physik der Uni Graz.

"Rosetta", Exoplaneten und Umweltmonitoring

Seit 2002 geben Experten des Grazer Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Graz und der Technischen Universität, des Joanneum Research und der FH Joanneum alle zwei Jahre Wissenswertes über die Weltraumforschung an Laien weiter. Dieses Jahr stehen u.a. die Kometenmission "Rosetta", extremes Weltraumwetter, mögliches Leben auf Exoplaneten sowie Umweltmonitoring aus dem All im Mittelpunkt.

"Vergangene Woche hat die ESA-Raumsonde 'Rosetta' mit Grazer Instrumenten an Bord ihr Ziel erreicht und wird im November erstmals auf einem Kometen landen. Die Abendveranstaltung des ersten Tages steht ganz im Zeichen dieses historischen Moments", gibt Helmut O. Rucker, Leiter der "Summeruniversity Graz in Space" Einblick in das Programm.

Österreichische Forschungsbeteiligung

So wird es etwa einen Vortrag von Günter Kargl, Co-Investigator des Instruments MUPUS, das der In-Situ-Messung wichtiger Materialparameter an der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko dient, geben. Er wird sich u.a. der Frage widmen, wie man die Raumsonde mit der Spannweite eines Verkehrsflugzeuges im Blindflug über eine Distanz von 508 Mio. Kilometern an ein unregelmäßiges Objekt in der Größe des Großglockners heranbringen und auf dessen unbekannter Oberfläche auch noch einen Lander absetzen kann.

Internationale Projekte mit österreichischer Beteiligung bilden die Eckpunkte de Vortragsprogramms, die in deutscher Sprache gehalten werden. U.a. geht es um extremes Weltraumwetter und die daraus hervorgehenden Störungen auf der Erde, Beobachtungen junger Sterne und ihrer Aktivität oder den Einsatz von erdnahen Satelliten für die Klimaforschung und Umweltmonitoring.

Eine Voranmeldung ist noch bis zum 29. August online möglich. (APA/red, derStandard.at, 14.8.2014)

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