Vorarlberg-Wahl: ÖVP-Frauen mobilisieren

14. August 2014, 12:41
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Landesfrauenvorsitzende Greti Schmid "froh" über "Einlenken" Karmasins

Wien/Bregenz - Nach den jungen Schwarzen laufen nun auch die schwarzen Frauen für einen Landtagswahlerfolg am 21. September. Landesfrauenvorsitzende Greti Schmid präsentierte Donnerstagvormittag die Kandidatinnen der Volkspartei und sicherte dabei Landeshauptmann Markus Wallner die volle Unterstützung der VP-Frauen zu.

Allzu große personelle Wünsche an den Landesparteichef hatte die Frauenorganisation nicht mitgebracht. Schmid hob zwar hervor, dass es mehr Frauen in Spitzenpositionen und in der Politik bräuchte. Eine Forderung, dass im neuen Regierungsteam wieder zumindest zwei Frauen vertreten sein müssten, wollte die scheidende Soziallandesrätin dann aber auf entsprechende Fragen nicht aussprechen. Zuerst werde gewählt, dann über die Regierung verhandelt und nachher über Positionen entschieden.

Einkommensschere und Pensionssplitting

Den Fokus in der Wahlauseinandersetzung wollen die Frauen, die nach der Parteijugend als zweite Teilorganisation mit einer eigenen Kampagne an die Öffentlichkeit trat, unter anderem auf das Thema Familie richten, speziell auf die bessere Vereinbarkeit mit dem Beruf. Dazu dienen sollen weitere Betreuungsplätze in allen Landesleiten sowie flexiblere Öffnungszeiten.

Freilich zeigte sich Schmid auch "froh", dass Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) inzwischen "etwas eingelenkt" habe und es künftig für Familien auch zusätzliche Geldleistungen geben solle. Zuletzt hatte es ja scharfe Kritik der Vorarlberger Volkspartei an der schwarzen Ministerin gesetzt hatte, nachdem diese kundgetan hatte, vermehrt auf Sachleistungen setzen zu wollen. Neben der Familie weitere Schwerpunkte der Schwarzen Frauen sind ein Schließen der Einkommensschere, ein verpflichtendes Pensionssplitting sowie ein Fördern der Erwerbstätigkeit von Frauen.

Derzeit sind im 20-köpfigen Landtagsklub der ÖVP sechs Mandatarinnen vertreten, darunter Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer. Ob es mehr werden könnten, wollte Schmid unter anderem mit Verweis auf die stärkere Gewichtung der Vorzugsstimmen nicht einschätzen. Als neue Kandidatin aufgeboten wird etwa Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann. (APA, 17.8.2014)

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