FBI findet Mann nach 14 Jahren mit Gesichtserkennung

13. August 2014, 15:09
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Beim Testen eines neuen Programms zur Überprüfung von Pässen

In seiner "Next Generation Identification"-Datenbank sammelt das FBI Millionen biometrische Daten von Fingerabdrücken bis zu Fotos. Verdächtige Personen sollen damit identifiziert werden. Nun hat die Behörde bekannt gegeben, einen Mann, der sich bereits seit 14 Jahren auf der Flucht befand, mithilfe von Gesichtserkennung gefasst zu haben. Eher per Zufall und mit Hilfe klassischer Gesuchten-Poster.

Seit 1999 auf der Flucht

Der Mann, der in New Mexico unter anderem wegen Kindesmissbrauchs angeklagt ist, wurde kürzlich in Nepal verhaftet. Im Jahr 1999 auf Kaution freigelassen, war er nicht mehr zur Anklageverlesung erschienen. Seitdem befand sich der mittlerweile 46-Jährige auf der Flucht.

Software ausprobiert

14 Jahre später hat sich Special Agent des Diplomatic Security Service (DSS) alte FBI-Poster gesuchter Personen vorgenommen, um eine neue Software für Gesichtserkennung auszuprobieren. Das Programm ist dazu gedacht, um die Echtheit von Pässen zu überprüfen. Bei dem Foto des Mannes habe es schließlich eine Übereinstimmung mit einem Pass gegeben, der auf einen andern Namen ausgestellt war.

So wurde das FBI auf die Spur des Mannes geführt, der unter dem falschen Namen sein Touristenvisum regelmäßig in der US-Botschaft in Nepal verlängern hatte lassen.

Einfache Erkennung

Bei dem Fall hatte die Software des FBI leichtes Spiel, da es sich um Passfotos handelt, die ohnehin bestimmten Kriterien entsprechen müssen, wie The Verge hinweist. Doch die US-Behörden wollen ihre Gesichtserkennungstechnologie auch dazu verwenden, um Personen in der Masse zu erkennen. Beim Anschlag auf den Boston-Marathon hat das allerdings nicht funktioniert. (br, derStandard.at, 13.8.2014)

  • Biometrische Passkontrolle am Flughafen (Symbolfoto)
    foto: reuters/wiegmann

    Biometrische Passkontrolle am Flughafen (Symbolfoto)

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