Hypo Vorarlberg mit Rückgang bei operativem Ergebnis

12. August 2014, 11:50
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Erwartet für Gesamtjahr Ergebnis unter dem von 2013

Wien/Bregenz - Die Hypo Vorarlberg hat im ersten Halbjahr einen Rückgang beim operativen Ergebnis (vor Steuern) hinnehmen müssen. Dieses betrug per 30. Juni 42,2 Millionen Euro und lag um 1,8 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (43,0 Millionen). Verantwortlich gemacht wird von der Bank dafür die Erhöhung der Bankenabgabe, ohne die man ein Plus geschrieben hätte.

Die Bilanzsumme der Bank ist leicht rückläufig und ging seit Jahresbeginn um 0,7 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro zurück. Das Ausleihungsvolumen an Kunden (Kredite) ist um 3,4 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Zinsertrag konnte gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent zulegen und beträgt nach Risikovorsorge 69,3 Millionen Euro. Der Gewinn aus dem Provisionsgeschäft ist dagegen um 3,5 Prozent auf 17,7 Millionen Euro gesunken.

Mit Blick auf die neuen Kapitalvorschriften sieht sich die Hypo Landesbank gut aufgestellt. Die Eigenmittelquote betrug im ersten Halbjahr 12,8 Prozent, womit die Basel III-Anforderungen für das Jahr 2018 bereits jetzt erfüllt seien.

Vorstandsvorsitzender Michael Grahammer sprach in einer Aussendung insgesamt von einem guten Ergebnis. Generell geht er für 2014 und die darauffolgenden Jahre von hohen Kostenbelastungen für die Bank aus, unter anderem durch die Umsetzung der Basel III-Vorgaben, den Einlagensicherungsfonds und die Erhöhung der Stabilitätsabgabe für Regionalbanken. Dadurch werde es unweigerlich zu einer Verteuerung von Bankdienstleistungen, insbesondere im Kreditgeschäft, kommen. Gesamt erwartet Grahammer für 2014 ein "gutes Ergebnis", das aber aufgrund rückläufiger Erträge und höherer Kostenbelastungen unter dem Jahr 2013 liegen wird. (APA, 12.8.2014)

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