Das beste Stück ... nachgefragt bei Alois Mosbacher

Kolumne17. August 2014, 17:11
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Michael Hausenblas fragt den Künstler Alois Mosbacher, warum ihm sein Kaffeehäferl so besonders wichtig ist

"Ich bin kein besonders design- oder modeaffiner Mensch, aber was mir im Alltag wirklich etwas bedeutet, ist mein Häferl für den täglichen Morgenkaffee. Da habe ich immer ein Lieblingsstück, das im Schnitt jedes halbe Jahr durch ein anderes ersetzt wird. Entweder geht das eine kaputt, oder ich find ein schöneres. Jedenfalls brauch ich in der Früh mein persönliches Häferl.

Jenes auf dem Foto hab ich um zehn Cent auf dem Flohmarkt im niederösterreichischen Zellerndorf gekauft, wobei ich grundsätzlich kein Flohmarktgänger bin. Es ist ein sehr schönes Häferl vom Muster, aber auch von der Form her. Marke konnte ich keine ausmachen. Ansonsten ist mir wichtig, dass viel Kaffee darin Platz hat und dass ich es auch mit mir herumtragen kann, zum Beispiel im Atelier. Da wäre eine Untertasse nur hinderlich.

Ich bin keiner, der sich morgens an einen Tisch setzt und dann frühstückt. Ich brauch einfach nur einen Kaffee. Und mein Häferl." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 14.8.2014)

Alois Mosbachers Einzelschau "Möblierung der Wildnis" ist bis 7. 9. im Kunstmuseum Lentos in Linz zu sehen.

  • Form Follows Function: Alois Mosbacher schätzt an seinem Häferl das große Fassungsvermögen
    foto: nathan murrell

    Form Follows Function: Alois Mosbacher schätzt an seinem Häferl das große Fassungsvermögen

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