Mit Sicherheitspuffer auf WTI-Rohöl setzen

12. August 2014, 09:16
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Express-Zertifikat mit 5,10% Renditechance

Mit der Genehmigung und anschließenden Durchführung gezielter Luftschläge gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) durch US-Präsident Obama hat der Konflikt im Irak eine neue Dimension erreicht. Während sich die Preise für Brent Crude Oil in London und West Texas Intermediate (WTI) in New York in den letzten Wochen relativ unbeeindruckt von den Bodengewinnen der Kämpfer im ölarmen Nordirak seit Juli zeigten, haben deren Vorstoß in die ölreiche Kurdenregion und die prompte US-amerikanische Gegenmaßnahme den Markt wachgerüttelt. Sowohl Exxon als auch Chevron haben nach eigenen Angaben bereits ausländisches Personal aus der Region abgezogen, die laut Wall Street Journal (8.8.14) etwa 200.000 Barrel Öl am Tag produziert. Es darf vermutet werden, dass eine ähnliche „rote Linie“ für Interventionen auch an der Grenze zum ölreichen Süden des Landes verläuft. Investoren manövrieren nun zwischen der preistreibenden Angst vor Versorgungsengpässen und einer möglichen schnellen Entlastung durch erfolgreiche Luftwaffeneinsätze.

23 Prozent Sicherheitspuffer bei zweijähriger (Maximal-)Laufzeit

Wer dem WTI-Ölpreis – der nächstfällige Future handelt an der NYMEX aktuell mit 97,60 US-Dollar – auf Sicht von maximal zwei Jahren ein moderates Aufwärtspotential von knapp 10 Prozent zugesteht und dabei sowohl auf einen komfortablen Sicherheitspuffer als auch eine Wechselkurssicherung Wert legt, könnte zu einem klassischen Quanto-Express-Zertifikat greifen. Unter der ISIN DE000DT4UVL6 hat die Deutsche Bank ein solches Produkt mit einem Tilgungslevel bei 106,43 US-Dollar und einer Barriere bei 74,51 US-Dollar verbrieft. Sofern WTI an den halbjährlichen Beobachtungstagen (nächstens am 12.12.14) über dem Tilgungslevel notiert, wird das Produkt vorzeitig fällig. Anleger erhalten dann den Nominalbetrag von 100 Euro zuzüglich eines Express-Kupons von 5,10 Euro. Ein WTI-Preis unterhalb der Tilgungsschwelle sorgt dagegen für eine Laufzeitverlängerung bis mindestens zum folgenden Beobachtungstag (12.6.15), an dem analog verfahren wird. Im Falle einer vorzeitigen Tilgung werden nun zwei Express-Kupons in Höhe von insgesamt 10,20 Euro fällig. Spätestens am finalen Bewertungstag (13.6.16) sollte der WTI-Rohöl-Kontrakt über der Tilgungsschwelle notieren, um den Nominalbetrag und sämtliche Kupons (20,40 Euro) zu kassieren. Unterhalb der Tilgungsschwelle, aber oberhalb der Barriere kommt nur der Nominalbetrag zur Rückzahlung; unterhalb der Barriere spiegelt der Barausgleich exakt den Verlust des Basiswerts wider.

ZertifikateReport-Fazit: Das wechselkursgesicherte Express-Zertifikat handelt knapp unter pari, was eine mögliche maximale Rendite von 10,5 Prozent p.a. (berechnet auf die reguläre Fälligkeit im Juni 2016) impliziert. Um diese zu realisieren, muss WTI-Öl spätestens am finalen Beobachtungstag auf mindestens 106,43 US-Dollar ansteigen – eine positive Markteinschätzung ist also Grundbedingung für ein Investment.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des EuroStoxx50-Index oder von Anlageprodukten auf den EuroStoxx50-Index dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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