Adi Hütter bleibt am Drücker

11. August 2014, 12:39
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Ungeachtet der Festspiele will Salzburgs Trainer böse sein. Wegen einer fünfminütigen Schwächephase. Am Mittwoch beobachtet er Malmö FF. Schwegler hat so einen Klasse-Unterschied "noch nie wahrgenommen"

Salzburg - Mit einem 8:0-Sieg einen neuen Vereins-Liga-Rekord in der Red-Bull-Ära aufgestellt, aber nicht ganz zufrieden: Salzburgs Trainer Adi Hütter verzichtete quasi automatisiert auf große Lobeshymnen nach dem Sieg über Grödig. Der Profitrainer reagiert wie befohlen und sprach im Hinblick auf die Champions-League-Playoff-Spiele gegen Schwedens Meister Malmö FF auch die negativen Dinge seines Teams an.

"Es freut mich, dass die Mannschaft 90 Minuten versucht hat, nach vorne zu spielen, aber trotzdem war ich zur Pause nicht zufrieden, sondern böse, weil wir drei hochkarätige Chancen von Grödig zugelassen haben, die gegen Malmö zu einem Tor führen können", ärgerte sich Hütter. So hätten Philipp Huspek, Stefan Nutz (je 29.) und vor allem der Ex-Salzburger Yordy Reyna (32., 34.) in der einzig guten Phase der Grödiger beim Stand von 0:3 eigentlich das eine oder andere Tor machen müssen.

Schwegler staunt

Abgesehen von dieser fünfminütigen Schwächephase ließen die Salzburger aber nichts zu. "In der zweiten Hälfte hat sich die Mannschaft was dies betrifft taktisch besser verhalten", freute sich Hütter. Die Spieler waren nach Vorbild ihres Trainers durchaus selbstkritisch. "Wir hatten viele gute Phasen, aber es war nicht alles optimal und das müssen wir hinsichtlich Malmö abstellen", forderte Rechtsverteidiger Christian Schwegler.

Das völlige Abmontieren von Grödig ist freilich kein Maßstab für die letzte Hürde auf dem Weg in die Champions Laegue. "So einen Klasse-Unterschied wie heute habe ich in meiner Karriere noch nie wahrgenommen", bemerkte Schwegler.

Richi Kitzbichler analysiert

Die trivialen Gründe für den Salzburger Erfolgslauf: "Wir sind eine verschworene Einheit innerhalb und außerhalb des Platzes und haben ganz einfach eine Riesenfreude an unserem Spiel", sagte Schwegler. Dem konnte Andreas Ulmer nur zustimmen. "Viel Laufarbeit, viel Disziplin und weil einfach alle Spieler hervorragend nach vorne und nach hinten arbeiten", nannte der Linksverteidiger Erfolgsfaktoren.

Als Belohnung bekamen die Kicker Sonntag und Montag frei. Ab Dienstag beginnt die Vorbereitung auf Ligaspiel Nummer fünf am Samstag (19.00 Uhr) beim Vorletzten Admira Wacker Mödling. In den Köpfen ist allerdings sicher schon das wichtige Hinspiel gegen Malmö am 19. August. Vor allem auch bei Coach Hütter, der am Mittwoch mit Video-Analyst Richard Kitzbichler nach Schweden aufbricht, um Malmös Heimspiel gegen Örebro vor Ort zu beobachten. (APA/red, 11.8.2014)

  • Adi Hütter weiß, wie der Trainer 2.0 im postmodernen Medienzeitalter funktioniert.
    foto: apa/krug

    Adi Hütter weiß, wie der Trainer 2.0 im postmodernen Medienzeitalter funktioniert.

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