Pkw-Zulassungen sinken weiter

11. August 2014, 10:53
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3.771 Pkw weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden neu zum Verkehr zugelassen

Wien - Im Juli sind mit 24.772 Pkw um 13,2 Prozent oder 3.771 Stück weniger neu zum Verkehr zugelassen worden, als im Juli 2013. Der Anteil von dieselbetriebenen Autos lag bei 57,5 Prozent. Mit einem Plus von 0,4 Prozent wurden mit 958 Stück auch einige Motorräder mehr zugelassen als vor einem Jahr.

Das bisherige Jahr betrachtet, setzte sich der Rückgang der Neuzulassungen heuer - abgesehen vom Februar - fort, wobei von Jänner bis inklusive Juli mit 191.379 um 4,2 Prozent (8.368 Stück) weniger Pkw neu zugelassen wurden, teilte die Statistik Austria am Montag mit.

Insgesamt wurden im Juli 34.765 Kraftfahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen, um 12,3 Prozent weniger als im Juli 2013 und um 10,7 Prozent weniger als Vormonat im Juni 2014. Von Jänner bis Juli nahm die Anzahl der Kfz-Neuzulassungen insgesamt um 3,6 Prozent auf 255.284 Stück ab.

Weltweite Eintrübung

Der deutsche Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer erwartet wegen des Ukraine-Konflikts, der Konjunktureintrübung in mehreren Euro-Staaten wie Italien und Frankreich sowie durch andere Gründe eine Eintrübung der weltweiten Pkw-Nachfrage. Diese dürfte heuer im Gesamtjahr nur um 3 Prozent oder 2,2 Mio. auf 73,45 Mio. Pkw steigen, erklärte Dudenhöffer am Montag.

Im ersten Halbjahr sei der weltweite Pkw-Absatz mit 36,6 Mio. Stück - ein Zuwachs von 5 Prozent im Jahresabstand - noch gut gewesen. Mit der Ukraine-Krise sowie den schwierigeren Bedingungen in Südamerika (Stichwort Argentinien-Staatsbankrott) seien "neue, nicht vorhersehbare Risiken für die Autoindustrie entstanden", so Dudenhöffer in einer auch der APA übermittelten Aussendung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. (APA, 11.8.2014)

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