Wade aus der Fultonstraße

Ansichtssache11. August 2014, 20:03
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Wade Tong (23) ist schon weit gereist. Zunächst hat er drei Jahre seines Lebens in einer schwedischen Kleinstadt verbracht, um dort zu studieren. „Ich habe das Fach Transportation-Systems studiert“, sagt er. Danach ging es für ihn in das erheblich größere Wien, wo er an der TU den Master fortsetzte. Aber im Vergleich zu seiner eigentlichen Heimatstadt, dem chinesischen Shenzhen, das mindestens sieben Millionen Einwohner zählt, ist auch Wien eher beschaulich.

Hier lebt er in der Floridsdorfer Fultonstraße. An Wien allgemein gefallen ihm die schönen Gebäude und sehenswerten Denkmäler. Zu den Menschen hat er allerdings ein gespaltenes Verhältnis: „Viele Leute hier sind sehr ernsthaft und eher unfreundlich, das drückt die Stimmung.“ In Schweden sei dies anders gewesen, berichtet Tong.

Seine große Leidenschaft ist Basketball, seit sieben Jahren spielt der Chinese auf allen möglichen Plätzen: „Das ist meine wahre Berufung.“ Bald wird er wieder in Schweden sein, um sein Studium letztlich zu einem Ende zu führen und etwas in der Hand zu haben. Nach Wien wird er aber trotzdem zurückkommen, hier hat er „ein paar echt coole Freunde“ kennengelernt. (Toumaj Khakpour, daStandard.at, 11. August 2014)

foto: toumaj khakpour
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