Grödig geht in Salzburg 0:8 unter

10. August 2014, 18:11
1142 Postings

Soriano erzielt fünf Goals - Auch Mane, Sabitzer, Lazaro trafen - Torverhältnis von 21:1 nach vier Siegen in Folge - Höchster Ligasieg in Red-Bull-Ära

Salzburg - Salzburg fährt in der Bundesliga weiterhin über alles drüber, was auf der Siegerstraße im Weg steht. Der Titelverteidiger feierte am Sonntag zum Abschluss der vierten Runde mit dem 8:0 (5:0) gegen Nachbar Grödig den höchsten Ligasieg in der Red-Bull-Ära. Der Meister war damit auch im vierten Saisonspiel ungefährdet und holte zudem im fünften Duell mit Grödig den fünften Sieg, mit einem Torverhältnis von 24:2.

Ähnlich beeindruckend ist die Tordifferenz in den bisherigen Saisonpartien von 21:1. Die Grödiger waren das vierte Team auf der Abschussliste des Meisters nach Rapid (6:1), Wiener Neustadt (5:0) und Ried (2:0). Herausragender Akteur war Kapitän Jonatan Soriano mit einem Fünferpack (13., 39., 44., 54., 65.). Dem Spanier gelangen als erstem Spieler in der Liga in einem Spiel fünf Treffer seit Axel Lawaree am 16. November 2002 für Bregenz gegen Salzburg beim 5:1. Die weiteren Treffer steuerten Sadio Mane (20.), Marcel Sabitzer (22.) und Valentino Lazaro (74.) bei.

Der Schneeball wird zur Lawine

Die Salzburger traten nach dem Aufstieg ins Champions-League-Play-off am Mittwoch mit viel Selbstvertrauen auf, überzeugten vom Start weg mit ihrem Offensivpressing. Eingeleitet wurde die Niederlage allerdings nicht durch die eigene Stärke der Hausherren, sondern durch einen haarsträubenden Rück-Fehlpass von Timo Brauer genau in den Lauf von Soriano, der keine Mühe hatte zu vollenden (13.). Dann ging es Schlag auf Schlag. Einen Kampl-Querpass musste Mane aus vier Metern nur noch über die Linie drücken (20.). Zwei Minuten später schoss der agile Sabitzer nach Leitgeb-Vorarbeit zum 3:0 ein (22.).

Die Grödiger waren in der Defensive völlig überfordert, hatten auf der anderen Seite aber auch in der Offensive nur fünf gute Minuten. Philipp Huspek und Stefan Nutz bei einer Doppelchance (29.) sowie Yordy Reyna (32., 34.) ließen allerdings wie zuletzt auch schon oft die nötige Effizienz vermissen.

Wie im Wurstelprater

Auf der Gegenseite ging das Bestschießen wie im Wiener Wurstelprater weiter. Nach Sabitzer-Vorarbeit ließ Soriano Grödig-Goalie Stankovic mit einem gefühlvollen Heber von der Strafraumgrenze keine Chance (39.). Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte der Spanier sein Torkonto weiter. Mane legte uneigennützig für Soriano ab, der nur noch einschieben musste (44.). Die Führung hätte schon vor der Pause noch höher ausfallen können, Sabitzer (8.), Mane (18., 24., 25.) und Andreas Ulmer (34.) ließen aber Großchancen ungenützt.

In Halbzeit zwei blieben die Salzburger rauschig. Nach einem Mane-Querpass konnte Soriano völlig frei stehend am Elfer einschießen (54.). Nach Lazaro-Vorarbeit machte er auch noch seinen fünften Treffer (65.). Der zur Pause gekommene Lazaro durfte sich ebenfalls noch in die Schützenliste eintragen, sein harter Kracher ins Kreuzeck war sehenswert (74.). Ein zweistelliges Ergebnis war immer möglich. Die beiden Vertreter von Salzburgs Champions-League-Quali-Gegner Malmö FF dürften ziemlich baff gewesen sein.

Die Salzburger verbesserten damit ihren bisherigen Rekordsieg von 8:1 gegen Wiener Neustadt am 29. September 2013. Für die in der Europa-League-Qualifikation gegen Zimbru Chisinau ausgeschiedenen Grödiger setzte es die höchste Schlappe in der Bundesliga überhaupt. (APA/red, 10.8.2014)

Fußball-Bundesliga (4. Runde):

Red Bull Salzburg - SV Grödig 8:0
Salzburg, Red-Bull-Arena, 13.560, SR Schörgenhofer.

Tore: 1:0 (13.) Soriano, 2:0 (20.) Mane, 3:0 (22.) Sabitzer, 4:0 (39.) Soriano, 5:0 (44.) Soriano, 6:0 (54.) Soriano, 7:0 (65.) Soriano, 8:0 (74.) Lazaro

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Kampl, C. Leitgeb (46. Lazaro), Keita, Mane (75. Bruno) - Sabitzer (67. Alan), Soriano

Grödig: Stankovic - Hart (46. Schütz), Völkl, Karner, Strobl - Brauer, Nutz (67. Djuric) - Handle, Tomi (76. Martschinko), Huspek - Reyna

Gelbe Karten: Ramalho bzw. Karner, Tomi

  • Ein Mann für gewisse Stunden: Soriano.
    foto: apa/krug

    Ein Mann für gewisse Stunden: Soriano.

  • Wenn es wirklich weh tut, dann ist es Leidenschaft.
    foto: apa/krug

    Wenn es wirklich weh tut, dann ist es Leidenschaft.

Share if you care.