Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" nach Amsterdam zurückgekehrt 

10. August 2014, 09:23
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Russische Küstenwache hatte Eisbrecher 2013 in internationalen Gewässern aufgebracht

Amman/Moskau/Murmansk - Das im vergangenen Jahr bei einer Protestaktion in Russland aufgebrachte Greenpace-Schiff "Arctic Sunrise" ist in die Niederlande zurückgekehrt. Das Schiff der Umweltorganisation lief am Samstag in den Hafen von Amsterdam ein. Zehn Tage zuvor war es im russischen Murmansk in See gestochen.

"Es ist wunderbar, dass es zurück ist", sagte der Greenpeace-Kapitän Pete Wilcow, der während der Protestaktion das Kommando auf dem Schiff hatte, in Amsterdam. "Ein wichtiges Mitglied unserer Familie hatte uns monatelang gefehlt."

Anklage wegen Piraterie

Die russische Küstenwache hatte den Eisbrecher am 18. September 2013 in internationalen Gewässern aufgebracht und die 30 Greenpeace-Aktivisten und Journalisten an Bord festgenommen. Die unter niederländischer Flagge fahrende "Arctic Sunrise" wurde nach Murmansk geschleppt. Die Umweltschützer hatten in der Barentsee versucht, eine Gazprom-Bohrinsel zu entern. Sie wollten dort auf Umweltrisiken durch die Gas- und Ölförderung in der sensiblen Meeresregion aufmerksam machen.

Die Greenpeace-Aktivisten wurden zunächst wegen Piraterie angeklagt, später wurde dies auf den Vorwurf des Rowdytums abgeschwächt. Unter internationalem Druck kamen sie später gegen Kaution frei, bevor das Verfahren schließlich im Zuge einer Amnestie eingestellt wurde und sie das Land verlassen konnten.

Geräte verschwunden

Am 6. Juni wurde die "Arctic Sunrise" freigegeben, anschließend dauerte es aber noch fast zwei Monate, bis das Schiff wieder seetüchtig war. Laut Greenpeace waren Geräte vom Schiff "verschwunden" oder "beschädigt", insbesondere Navigations- und Kommunikationsgeräte. (APA/AFP, 10.8.2014)

  • Die "Arctic Sunrise" ist zurück in Amsterdam.
    foto: epa/remko de waal

    Die "Arctic Sunrise" ist zurück in Amsterdam.

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