UNO-Sicherheitsrat droht Konfliktparteien mit Sanktionen

9. August 2014, 11:01
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Kämpfe trotz Friedensabkommen "nicht hinnehmbar"

New York/Juba - Der UNO-Sicherheitsrat will die Bürgerkriegsparteien im Südsudan mit Sanktionsdrohungen zur Einhaltung des vor drei Monaten geschlossenen Friedensabkommens drängen. Der Sicherheitsrat sei zu "gezielten Sanktionen" gegen diejenigen bereit, die Frieden und Sicherheit untergraben", erklärte das UNO-Gremium am späten Freitagabend (Ortszeit).

Es sei "nicht hinnehmbar", dass Präsident Salva Kiir und der frühere Vize-Präsident Riek Machar trotz des Abkommens auf eine militärische Lösung setzten, hieß es weiter. In der kommenden Woche wollen Botschafter des UNO-Sicherheitsrates das nordostafrikanische Krisenland besuchen.

Einreiseverbote und Kontensperrungen

Die EU und die USA haben bereits Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen die militärischen Führer beider Konfliktparteien verhängt, zudem ist ein Waffenembargo der EU in Kraft. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte am Freitag ein internationales Waffenembargo, um die Gewalt im Südsudan einzudämmen.

Das Land ist seit drei Jahren unabhängig vom Sudan. Seit im vergangenen Dezember ein Machtkampf zwischen Präsidenten Kiir und seinem früheren Stellvertreter Machar eskalierte, versinkt der junge Staat im Bürgerkrieg. Tausende Menschen wurden getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt. Zudem leidet die Bevölkerung unter einer dramatischen Hungersnot. (APA, 09.08.2014)

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