Kostspieliges Olympia

8. August 2014, 17:29
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Freunderlwirtschaft macht Rio 2016 teuer

Rio de Janeiro - Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro drohen offenbar auch wegen Freunderlwirtschaft die teuersten der Geschichte zu werden. "Die enorme Verzögerung beim Bau der Sportstätten ist auch eine Finanzstrategie der Organisatoren", sagte Alberto Murray Neto, Ex-Mitglied des brasilianischen Olympischen Komitees (COB), der ARD.

Weil es dann schnell gehen müsse "und nur noch wenig Zeit bleibt, ist es vom Gesetz her möglich, auf öffentliche Ausschreibungen zu verzichten. Und dann beauftragen sie Freunde, die Sportstätten zu bauen, und die Kosten steigen in die Höhe", sagte der Rechtsanwalt aus São Paulo. Wie viel das Großereignis am Ende kosten wird, sei laut Experten völlig offen.

"Wir erwarten Kosten von 14 bis 20 Milliarden US-Dollar. Aber es gibt keine Transparenz", sagte Christopher Gaffney, US-Geograf und Gastprofessor in Rio: "Die Verwirrung über das Budget wird absichtlich erzeugt." Schon bei den Panamerikanischen Spielen 2007 in Rio sei das Budget um das Zehnfache überschritten worden. Für Olympia seien "zum Teil dieselben Leute wieder am Werk". Die Sommerspiele in Brasilien finden zwischen 5. und 21. August 2016 statt. (sid, red, DER STANDARD, 9.8.2014)

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