Rapids Insider und Grazer Ambitionen

8. August 2014, 15:15
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Im Samstags-Kracher treffen im Happel-Stadion Rapid und Sturm aufeinander. Die ehemaligen Sturm-Spieler Kainz und Beric sind in Wien bereits angekommen

Vizemeister Rapid hat am Samstagabend in der vierten Fußball-Bundesliga-Runde im Happel-Stadion Sturm Graz zu Gast. Die Hütteldorfer können dabei auf Insider-Wissen zurückgreifen, haben doch ihre beiden Neuzugänge Robert Beric und Florian Kainz einen Großteil der Saisonvorbereitung noch mit den Steirern absolviert. Das Duo ist gegen seinen Ex-Club besonders motiviert.

"Ich habe natürlich riesigen Respekt vor Sturm, aber es wäre mir ganz recht, würde ich wieder ein Tor schießen", betonte Kainz am Freitag. Der 21-jährige Mittelfeldspieler, der zuletzt beim 1:1 auswärts gegen die Admira getroffen hatte, steht vor seinem 100. Bundesliga-Einsatz (bisher 98 für Sturm, 1 für Rapid), seinem ersten im Happel-Stadion. Beric wartet dagegen noch auf sein erstes Tor im Rapid-Dress.

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"Das sind genau die zwei Spieler, die wir haben wollten, sie passen auch vom Charakter perfekt zu uns. In beiden schlummert noch viel Potenzial, das wir herauszukitzeln versuchen", merkte Trainer Zoran Barisic zu den beiden ehemaligen Sturm-Spielern an, die ihren neuen Club mit wertvollen Informationen versorgt haben. "Wir wissen teilweise über die Standards von Sturm Bescheid und haben uns mit dem Trainerteam ausgetauscht", verriet Kainz.

Für Barisic ist das Besinnen auf die eigene Stärke aber wichtiger. "Wir müssen in erster Linie auf uns schauen und unser Spiel durchziehen. Wir wollen offensiv auftreten, dem Publikum etwas bieten und die drei Punkte hier behalten", lautet die Vorgabe des Trainers. Sportdirektor Andreas Müller hoffte, dass dies "mit einer sehr konzentrierten Leistung und hoher Effektivität im Abschluss" gelingen wird, nachdem die Mannschaft "zuletzt zwei Punkte bei der Admira verloren" hat.

Positives Happel-Stadion

Sturm-Coach Darko Milanic weiß um die Qualitäten von Rapid. "Wir spielen gegen eine Mannschaft, die über Ballbesitz ein Spiel bestimmt, dazu viele junge Spieler mit hoher Qualität hat und sehr gefährlich bei Standardsituationen ist", erklärte der 46-jährige Slowene. "Ich erwarte ein Spiel, das guten Fußball garantiert. Wir haben Respekt vor Rapid, aber keine Angst. Rapid hat eine Riesentradition, aber wir werden den Namen vergessen und unser Spiel spielen."

Mit dem Happel-Stadion verbindet Milanic in erster Linie Positives. "Ich habe gute Erinnerungen an dieses Stadion, weil ich dort als Aktiver 1996 den ersten Titel geholt habe", sagte Milanic, der damals mit Sturm den Cup gewonnen hatte. "Das Happel-Stadion könnte auch ein Vorteil für uns sein im Vergleich zum engen Hanappi-Stadion."

Sturm-Spieler Christian Klem betonte dagegen, dass nach dem 4:2-Heimsieg gegen Wiener Neustadt die Stimmung in der Mannschaft "natürlich gut" ist. "Von der Mannschaft ist Druck abgefallen. Und das erste Tor hat mir sicher Selbstvertrauen gegeben", bekräftigte Klem. "Und was meinen langjährigen Mitspieler Florian Kainz betrifft, so wird unsere Freundschaft nur 90 Minuten auf Eis gelegt. Wechsel sind im Fußball eine normale Sache." (APA, 08.08.2014)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SK Rapid Wien - SK Sturm Graz
(Samstag, 19.00 Uhr, Wien, Ernst Happel Stadion, SR Schüttengruber). Saisonergebnisse 2013/14: 4:2 (a), 2:2 (h), 0:2 (a), 2:0 (h)

Rapid: Novota - Pavelic, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Wydra - Schaub, S. Hofmann, F. Kainz - Beric

Ersatz: Maric - M. Hofmann, Stangl, Behrendt, Grahovac, Schwab, Grozurek, Alar

Es fehlen: Schimpelsberger (Kreuzbandriss), Starkl, Kuen (beide im Aufbautraining)

Fraglich: Schobesberger (nach Meniskusriss im Mannschaftstraining)

Sturm: Gratzei - Todorovski, Barbaric/Spendlhofer, Madl, Klem - Offenbacher, Hadzic - Schloffer, Beichler, Stankovic - Djuricin

Ersatz: Pliquett - Gantschnig, Piesinger, Rosenberger, Gruber, Schmerböck, Lovric

Es fehlen: Ehrenreich, Pfingstner, Sharifi, J. Tadic, Bevab (alle verletzt), Akiyoshi (noch keine Spielgenehmigung)

Fraglich: Barbaric (angeschlagen)

  • Florian Kainz kennt sich aus.
    foto: apa/epa/pucher

    Florian Kainz kennt sich aus.

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