Spazieren beim "Grüass-di-a-Gott-Wirt"

12. August 2014, 05:30
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Dirigieren, Polizist spielen oder im Boot picknicken: STANDARD-Korrespondenten geben Tipps, wo es mit Kindern am schönsten ist. Zum Abschluss: Wien

Höher geht's (fast) nicht mehr

Der Hermannskogel ist mit seinen 542 Metern der höchste Punkt des Gemeindegebiets. Vom „Grüass-di-a-Gott-Wirt“ führt ein Wanderweg hinauf zur Habsburgwarte. Sehr zu empfehlen und auch für kleinere Kinder schon erreichbar: die Jägerwiese. Dort gibt es Tiergehege, einen Spielplatz und das „Gasthaus zum Agnesbrünnl“ mit wunderschöner Terrasse.

www.jaegerwiese.at

Stadtwanderweg


Jede Menge Tiere: Kids Farm und der Zoo

Ohne Auto wird’s vielleicht ein bisschen schwieriger – ein Bus fährt aber hin. Und ein Ausflug in die Vienna Kids Farm mitten in der Lobau lohnt sich auf jeden Fall. Hier wird der Beweis angetreten, dass ein auf Kinder spezialisiertes Lokal relaxt und stressfrei geführt werden kann.

Mehr als 15.000 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Neben einer riesigen Sandkiste und einem Tipi gibt es jede Menge Tiere zu beobachten. Füttern ist auch erlaubt. Achtung: Die Ziegen sind sehr gierig! Schnell ist das ganze Sackerl gepackt. An diesem Erlebnisort kann auch sehr gut ein Kindergeburtstag gefeiert werden. Und nehmen Sie Geld für die selbstgemachten Marmeladen mit: Die sind ein Hit!

Mehr Tiere und natürlich viel exotischere gibt es im Tiergarten Schönbrunn. Die Jahreskarte kostet im Vergleich zur Tageskarte wenig – und sie erspart das lästige Warten bei der Tageskasse. An Wochenenden ist der Zoo allerdings meist gerammelt voll. Highlights sind die Abendführung (Kinder ab 6 Jahren) und die Nachtführungen (ab 10 Jahren).

www.viennakidsfarm.at/

www.zoovienna.at/


Spielplatz mit Rundumversorgung:

So soll ein Spielplatz sein: Sandkiste und Co für die ganz kleinen Kinder, Klettergerüst und Schaukeln für die größeren und dann noch eine Art Wasserspielplatz für die ganz heißen Tage.

Das Spielgelände im Pötzleinsdorfer Schlosspark hat aber noch ein dickes Plus: Ein Kiosk lockt neben dem Kleinkinderbereich. Wer kein Selbstversorger ist, muss also das Gelände nicht verlassen. Kekse, Eis, Brote, Würstel und einen guten Kaffee gibt es hier. Am frühen Abend dürfen die Eltern auch bei einem Bier ein bisschen entspannen.

Pötzleinsdorfer Schlosspark


Nicht nur die Zwergerlbahn

Der Wiener Wurstelprater gefällt immer. Programm gibt es für jede Altersgruppe, und zur Pause geht es dann ins Schweizerhaus. So weit, so teuer. Genug von den lärmenden Lichtmaschinen? Dann sei ein Abstecher in den grünen Teil des Praters empfohlen. Hier gibt es schöne Spielplätze wie auf der Jesuitenwiese (einer der größten Wiens) und viel Grün zum Fußballspielen.

Um schneller die Hauptallee erkunden zu können, bieten sich Leihräder oder eine Rikscha an. Der Verleih ist direkt neben der Liliputbahn zu finden. Auch Helme und Fahrradschlösser können gemietet werden.

www.prater.at


Wasser marsch!

An heißen Tagen die perfekte Abkühlung: die Wasserspielplätze. An sechs Standorten kann geplanscht und gespritzt werden. Umkleidekabinen sind vorhanden. Dringend notwendig sind wasserfeste Windeln für die ganz kleinen Kinder. Beim Wasserspielplatz auf der Donauinsel gibt es eine 15 Meter lange Hängebrücke sowie eine richtige Schiffsschleuse. In Wien-Liesing wurde ein Piratenspielplatz errichtet.

Wasserspielplätze


Am Wiener Wasser

Einmal angekommen, kann an der Alten Donau fast ein bisschen Strandfeeling aufkommen. Die Auswahl an Bädern ist groß. Das größte und auch bekannteste ist sicherlich das Gänsehäufel. Dort gibt es Wasserrutschen wie Wellenbecken. Außerdem vor Ort: ein Hochseilklettergarten und das „Stand Up Paddling Center“.

Sehr zu empfehlen ist auch das Angeli-Bad, das mit einem sehr großen und vor allem übersichtlichen Spielplatz lockt. Außerdem findet sich gegenüber der „Birner“ – das Strandgasthaus. Oder man lässt den Abend bei der Segelschule Hofbauer ausklingen. Dort können auch Segel-, Tret-, Ruder- und Elektroboote ausgeliehen werden. Ab 19 Uhr gibt es auch die Möglichkeit zum „Mondschein-Bootspicknick“ - inklusive Essens- und Getränkekorb.

Sommerbäder

www.gasthausbirner.at

www.hofbauer.at


Ein Bunker und viele Fische

Von einem Geheimtipp braucht man beim Haus des Meeres nicht reden. Bei schlechtem Wetter wird es geradezu gestürmt. Da ist Geduld erforderlich. Einmal drinnen angekommen, können auf mehr als 4000 Quadratmetern zehntausende Tiere beobachtet werden. Im Tropenhaus laufen Weißbüschelaffen frei herum. Führungen und Zusatzprogramme wie „Affen füttern“ finden sich auf der Homepage im „Eventkalender“.

www.haus-des-meeres.at


Drinnen toben

Auch in Wien gibt es natürlich Indoor-Spielplätze. Stellvertretend sei der größte in Österreich (laut eigenen Angaben) erwähnt, der Bogi-Park in Liesing. Von zentral gelegen kann zwar keine Rede sein – da empfiehlt sich der Sever-Saal der Wiener Kinderfreunde in Ottakring –, dennoch kann er mit der U-Bahn beziehungsweise der Badner Bahn öffentlich erreicht werden. Geboten wird alles, was in der Halle Platz hat: ein „Klettervulkan“, Trampoline, Rutsche usw.

www.seversaal.at

Die Wiener Indoor-Spielplätze


Mit dem Polizeiauto im Museum

Die Fluggeräte und Eisenbahnen stehen hier im Technischen Museum schon seit langem, begehrt sind aber wohl mittlerweile die eigens geschaffenen Kinderbereiche. Bei schlechtem Wetter immer zu empfehlen: „Mini Mobil“, ein 420 Quadratmeter großer interaktiver Bereich zum Thema Mobilität. Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren können mit Bobbycars und Co durch die Gegend flitzen oder als Polizist in einem echten Polizeiauto am Straßenverkehr teilnehmen.

www.technischesmuseum.at


Wasserrutschen bei Regenwetter

Auch an Regentagen mag gebadet werden: Eine Möglichkeit dazu – und das noch dazu in bester Innenstadtlage – bietet das Dianabad in der Leopoldstadt. Das Piratenschiff wird kleinen Kindern gefallen. Die Attraktion ist aber sicherlich die 125 Meter lange Reifenrutsche.

Eine andere Alternative ist die Therme Wien. Hier gibt es die „X-Tube Reifenrutsche“, in der Benutzer in einer Sekunde vier bis sechs Meter zurücklegt, oder die „Black Hole Rutsche“, wo es schon mit 25 km/h dahingehen kann. Die Therme hat auch einen Außenbereich.

www.dianabad.at

www.thermewien.at


Kind im Museum

Nicht nur bei schlechtem Wetter ist das Zoom-Kindermuseum einen Besuch wert. Getrennt in vier Bereiche, werden praktisch alle Altersgruppen abgedeckt. Für die Kleinsten gibt es etwa den „Ozean“-Spielebereich. Die Ausstellungen zeigen nicht auf langweilige Art Exponate in Vitrinen: Die Kindern können probieren, basteln und angreifen – einfach mitmachen. Wichtig ist: Alle Programme haben fixe Beginnzeiten!

www.kindermuseum.at


Dirigent sein

Das Haus der Musik will „Verständnis, Aufgeschlossenheit und Begeisterung im Umgang mit Musik“ vermitteln. Kindern wird vor allem eines gefallen: ein ganzes Orchester zu dirigieren. Die Simulation ist sehr lebensnah gemacht. Wird schlecht dirigiert, bricht das Orchester ab, und es hagelt auch Protest. Außerdem gibt es eigens für Kinder Führungen. Allerdings muss eine erwachsene Begleitperson mitgehen.

www.hausdermusik.at

(Peter Mayr, derStandard.at, 11.8.2014) Ende der Serie

Weiterlesen:

Teil 1: Burgenland: Am Meer der Wiener

Teil 2: Salzburg: Ein Blauwal, so lang wie drei Autobusse

Teil 3: Oberösterreich: "Five Fingers": Kein Ort für Höhenangst

Teil 4: Tirol: Eine "Schreikammer" für die Stimmbänder

Teil 5: Niederösterreich: Schlafen unter einem Glasdach

Teil 6: Steiermark: Gut gerüstet in der Waffenkammer

Teil 7: Kärnten: Einmal ein Nocky-Flitzer sein

Teil 8: Vorarlberg: Wie die Natur zum Erlebnis wird

  • An der Alten Donau lässt sich die Hitze der Stadt herrlich aushalten. Und für Kinder gibt es jede Menge Entertainment – wenn Baden nicht genügt.
    foto: apa/georg hochmuth

    An der Alten Donau lässt sich die Hitze der Stadt herrlich aushalten. Und für Kinder gibt es jede Menge Entertainment – wenn Baden nicht genügt.

  • Einmal Zubin Mehta sein? Im Haus der Musik darf dirigiert werden. Aber Achtung: Das Orchester reagiert sehr scharf, wenn es schlecht läuft.
    foto: haus der musik

    Einmal Zubin Mehta sein? Im Haus der Musik darf dirigiert werden. Aber Achtung: Das Orchester reagiert sehr scharf, wenn es schlecht läuft.

  • Bei Regenwetter ein guter Tipp: das "Mini Mobil" im Technischen Museum.
    foto: technisches museum

    Bei Regenwetter ein guter Tipp: das "Mini Mobil" im Technischen Museum.

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