Chinesische Notenbank stieg bei Generali ein

8. August 2014, 15:02
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Chinesen erwarben zuletzt Beteiligungen an Fiat, Telecom Italia, Eni und Enel

Rom/Triest - Chinesische Gruppen sind auf Einkaufstour in dem von der Rezession geplagten Italien. Die chinesische Notenbank hält neuerdings eine zweiprozentige Beteiligung am Versicherungskonzern Generali, teilte die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob am Freitag mit.

Der Einstieg bei Generali - das Paket ist zu aktuellen Börsenkursen rund 470 Millionen Euro wert - bestätigt das chinesische Interesse für italienische Unternehmen. Chinesische Investoren hatten zuletzt Anteile an Fiat, Telecom Italia, Eni und Enel erworben.

China sitzt auf den weltweit größten Devisenreserven: Die Notenbank hütet einen Schatz von rund vier Billionen Dollar (3 Billionen Euro) in ausländischen Währungen.

Grünes Licht aus Italien

Erst vergangene Woche hat Italien grünes Licht für den Verkauf von Anteilen an seinem Energienetz an ein chinesisches Unternehmen gegeben. Für mindestens 2,1 Milliarden Euro wird eine Beteiligung von 35 Prozent an der Energie-Holding CDP Reti dem Netzbetreiber State Grid International Development aus der Volksrepublik überlassen, teilte die staatliche Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) mit.

Die Übernahme ist eine der größten Investitionen Chinas in Italien. Die vollständig der CDP gehörende Energie-Holding Reti hält ihrerseits 30 Prozent am Gasnetzbetreiber Snam. In Kürze soll ein 30-Prozent-Anteil am Stromnetzbetreiber Terna dazukommen. Mit den Einnahmen will die Regierung in Rom den Staatshaushalt sanieren und Infrastrukturprojekte finanzieren. Ein Teil der Netze soll in staatlicher Hand bleiben. (APA, 8.8.2014)

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