"Enttäuscht und traurig": Funke stößt Mehrheitsbeteiligung an ungarischem "Spiegel" ab

8. August 2014, 12:37
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"Krone"-"Kurier"-Gesellschafterin Mitarbeiterin löst 75-Prozent-Anteil auf. Eine Mitarbeiterin protestiert per offenen Brief

Budapest/Essen - Der deutsche Verlagsriese Funke löst seine Mehrheitsbeteiligung am führenden ungarischen Nachrichtenmagazin "Heti Világgazdaság" ("HVG", zu deutsch: "Wöchentliche Weltwirtschaft") auf. Die "Krone"- und "Kurier"-Gesellschafterin hält an "HVG" 75 Prozent.

Das Magazin gehört zu den wichtigsten Wochenmagazinen des Landes. Der Branchendienst pesterlloyd.net wertet das Blatt als Ungarns Pendant zum "Spiegel". Es sei "systemkritisch, investigativ und fern der Macht".

Mitarbeiterin protestiert

Gegen die Trennung protestiert eine "HVG"-Mitarbeiterin in einem offenen Brief an Funke: Sie sei "enttäuscht und traurig", schreibt Andrea Lukács: "Enttäuscht, und zwar von Ihnen. Sie haben entschieden, auszusteigen. Schon seit langer Zeit hing die Drohung über uns, es gab viele Gerüchte, dass sie es tun werden."

Der Brief zum Nachlesen hier. (red, derStandard.at, 8.8.2014)

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