Gelsenstiche, Schweißgeruch: Das nervt die Österreicher am Sommer

8. August 2014, 12:21
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Ein Meinungsforschungsinstitut hat nachgefragt, was Österreichern die Sommerlaune vermiest

Gelsenstiche nerven die Österreicher am Sommer am meisten. Im Gegensatz dazu das Erfreulichste an der warmen Jahreszeit: die Sonne genießen. Das ist das am Freitag veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market" zu positiven und negativen Seiten des Sommers.

Blutsaugende Quälgeister

Für insgesamt 72 Prozent trüben Gelsenstiche die Freude über den Sommer. Ein großes Thema sind die Temperaturen: "Schweißeln" von Mitmenschen ist für 69 Prozent ein Ärgernis, nicht viel weniger Befragten ist es unangenehm, wenn sie selbst völlig verschwitzt in die Arbeit kommen. 64 Prozent stört, dass sie wegen der Hitze schlecht schlafen können.

Für weitere 62 Prozent ist negativ, dass sie zu Hause die Zimmer nur schlecht abkühlen können. 60 Prozent bezeichnen die Gefahr, sich zu verkühlen, weil die Klimaanlage zu stark eingestellt ist, als unerfreuliche Begleiterscheinung. Für 62 Prozent bedeutet schlechtes Wetter im Urlaub auch schlechte Laune.

Staus, Flugverspäten sorgen ebenfalls für schlechte Laune

Weitere häufig genannte Schattenseiten des Sommer: Staus auf den Autobahnen und Flugverspätungen. Mehr als jeder zweite Befragte sieht unter anderem als Störfaktor, wenn das Urlaubsquartier nicht dem Angebot entspricht sowie Service, Essen und Pool mangelhaft sind oder dafür zu viel bezahlt wurde.

Negativ auf die Stimmung wirkt sich auch aus, mit seiner Figur in Badehose oder Bikini unzufrieden zu sein. Am unteren Ende der unerfreulichen Dinge im Sommer finden sich, dass der Partner wegen der Hitze wenig Lust auf Sex hat, anderen Gut-Aussehenden und Knapp-Angezogenen nachschaut, sich zu sexy kleidet oder sich als Grillexperte gibt.

Grund für gute Laune: Sonne, Grillen

Freude am Sommer haben 97 Prozent, weil man die Sonne auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten genießen kann. Besonders geschätzt werden weiters die Zeit mit der Familie im Freien, die langen Abende nach der Arbeit, das Grillen, ein Glas Wein an einem lauen Abend mit Freunden, ein erfrischendes Bier oder ein Sommerspritzer, aber auch einfach mal Faulenzen sowie der gemeinsame Urlaub mit dem Partner oder der eigenen Familie.

Bei immerhin 73 Prozent erzeugt das Urlaubsgeld am Konto ein Sommerfeeling. Zu den Freuden dieser Jahreszeit gehört für viele (konkret: 65 Prozent), wenn sie merken, dass insgesamt die Kleidung immer knapper und kürzer wird, dass sie selbst Sommeroutfits tragen können, in denen sie sich sexy fühlen (60 Prozent), oder dass sich der Partner sexy kleidet (55 Prozent). Am unteren Ende der Positiv-Liste des Sommers: Leute "oben ohne" zu sehen zählt für 30 Prozent dazu - 42 Prozent der Männer äußerten sich so, aber nur 18 Prozent der Frauen. Für 24 Prozent ist es wichtig, die Sommer-Diät durchgehalten zu haben, für 17 Prozent zählt die Möglichkeit dazu, sich im Urlaub in eine Romanze stürzen zu können.

Die Umfrage wurde Mitte Juli - also nach dem heurigen Knacken der 30-Grad-Marke - mit 400 Online-Interviews durchgeführt. Das Ergebnis ist laut market repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren. (APA, red, derStandard.at, 08.08.2014)

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