Ex-Freundin eingesperrt: Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt

8. August 2014, 11:34
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Niederösterreicher laut Polizei teilweise geständig - Beziehungsstreitigkeiten als Tatmotiv genannt

Altmünster/Gmunden/Wien - Gegen einen 53 Jahre alten Niederösterreicher, der am Donnerstagnachmittag in Oberösterreich von der Cobra gefasst worden war, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Korneuburg. Der Mann soll seine Ex-Freundin und deren Tochter (17) von Montag bis Donnerstag früh in deren Haus im Bezirk Wien-Umgebung gefangen gehalten und seine frühere Lebensgefährtin in dieser Zeit mehrfach vergewaltigt haben.

Der Beschuldigte sei bereits einvernommen worden. Laut Polizeisprecher Thomas Heinreichsberger war der 53-Jährige teilweise geständig. "Seine Aussagen decken sich aber nicht mit jenen seiner Ex-Freundin", so Heinreichsberger zur APA am Freitag. Als Tatmotiv seien Beziehungsstreitigkeiten genannt worden. Der Mann wurde mittlerweile in die Justizanstalt Korneuburg überstellt.

Antrag auf U-Haft

"Es laufen Ermittlungen wegen Freiheitsentziehung, gefährlicher Drohung und Vergewaltigung", sagte Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, auf APA-Anfrage. Ein Antrag auf Verhängung einer Untersuchungshaft gegen den 53-Jährigen sei bereits gestellt, aber noch nicht vom Gericht entschieden worden.

Der Mann hatte die beiden Frauen Donnerstag früh frei gelassen und war danach mit seinem Pkw geflüchtet. In der Zwischenzeit hatte seine Ex-Freundin in Schwechat Anzeige erstattet. Eine Fahndung in Nieder-und Oberösterreich wurde eingeleitet. Gefasst wurde der 53-Jährige dann an einer Tankstelle zwischen Altmünster und Bad Ischl im Bezirk Gmunden. Cobra-Bedienstete nahmen ihn in seinem Auto fest. Im Fahrzeug fanden die Beamten auch eine 9-mm-Faustfeuerwaffe und ein Messer. (APA, 8.8.2014)

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