ATX grenzt Minus ein

8. August 2014, 15:00
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Wien - Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.230,13 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 9,11 Punkten bzw. 0,41 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,11 Prozent, FTSE/London -0,36 Prozent und CAC-40/Paris +0,04 Prozent.

Im Verlauf wurden die Verluste etwas eingegrenzt. Auch an den europäischen Leitbörsen hellte sich die Stimmung etwas auf. Sollte der ATX auch im Minus schließen, wäre das der zehnte Verlusttag in Folge in Wien. International sorgten vor allem die geopolitischen Krisenherde wie der Irak, die Ostukraine oder der Nahe Osten für Sorgenfalten bei den Anlegern.

Am heimischen Markt ist weiterhin die Andritz-Aktie mit plus 2,20 Prozent auf 41,74 Euro die Aktie des Tages. Im Nachgang der gestrigen Quartalszahlen meldeten sich nun Analysten mit positiveren Einschätzungen. JPMorgan revidierte das Kursziel für die Aktien des steirischen Anlagebauers von 49,00 Euro auf 52,00 Euro nach oben und bekräftigte die Kaufempfehlung "Overweight". Die Baader Bank nahm ihr Anlagevotum von "Hold" auf "Buy" hoch und verbesserte das Kursziel von 44,50 auf 46,60 Euro.

Die schwergewichteten Banken gingen zum Wochenausklang in verschiedene Richtungen. Während Erste Group um 0,79 Prozent auf 19,25 Euro zulegen konnten, mussten Raiffeisen Bank International ein Minus von 1,58 Prozent auf 18,03 Euro verbuchen.

Ungeachtet höherer Rohölpreise verloren OMV um 1,69 Prozent auf 28,75 Euro an Wert. Die Titel des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller Bleckmann kamen um 2,25 Prozent auf 82,85 Euro zurück.

Flughafen Wien verloren um 0,85 Prozent auf 66,43 Euro an Höhe. Die Analysten von Kepler Cheuvreux kappten das Kursziel für die Airport-Aktie von 84,00 Euro auf 71,00 Euro. Zudem wurde das Anlagevotum von "Buy" auf "Hold" gesenkt.

Valneva fielen nach vorgelegten Halbjahreszahlen um 3,36 Prozent auf 4,75 Euro. Die Biotechfirma, aus dem Zusammenschluss der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis entstanden, verzeichnete zum Halbjahr einen Nettoverlust von 12,2 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum wurde noch ein Minus von 22 Mio. Euro erwirtschaftet.

Immofinanz lagen unverändert bei 2,20 Euro. Die Analysten der Erste Group senkten das Kursziel für die Immo-Aktie von 3,50 Euro auf 3,00 Euro. Das Anlagevotum wurde aber bei "Buy" belassen. Die Experten erklären, es könnte die beste Eintrittschance zum Aktienkauf seit der Lehman- und der europäischen Schulden-Krise sein.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zur Eröffnung bei 2.238,49 Punkten, das Tagestief lag um etwa 11.30 Uhr bei 2.208,04 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,56 Prozent bei 1.118,26 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market sieben Titel mit höheren Kursen, 30 mit tieferen und zwei unverändert.

Bis dato wurden im prime market 4.216.200 (Vortag: 2.945.453) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 108,213 (71,72) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 653.716 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 23,38 Mio. Euro entspricht. (APA, 8.8.2014)

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