Terrorermittlungen gegen syrischen Asylwerber

7. August 2014, 20:35
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Polizei: Keine "Lynchgefahr" bei Festnahme im Lager Traiskirchen

Wiener Neustadt / Traiskirchen - Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat gegen jenen Syrer Erhebungen aufgenommen, der am Dienstag im Lager Traiskirchen von anderen Syrern als ein angeblicher Al-Kaida-Kämpfer erkannt wurde. Einen "direkten Tatverdacht" gebe es derzeit nicht, aber es werde wegen Terrorismus (Paragraf 278b StGB) gegen den Mann ermittelt, sagte eine Staatsanwaltsprecherin dem Standard.

Der 42-Jährige, dem Landsleute mehrere Morde vorwerfen, befindet sich laut einem Sprecher der niederösterreichischen Landespolizeidirektion inzwischen wieder auf freiem Fuß. Er wurde in einer anderen Asylwerberunterkunft untergebracht.

"Klingt halt nach Sensation"

Dienstagabend hatten rund 20 aufgebrachte syrische Flüchtlinge in Traiskirchen die Festnahme des Mannes gefordert - aber ihn keineswegs "lynchen" wollen, wie es in Berichten der Kronen Zeitung und anderer Boulevardmedien hieß, betont der Polizeisprecher: "Aber Lynchjustiz klingt halt nach Sensation". (bri, DER STANDARD, 8.8.2014)

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