Arzt in Bangkok soll viele Leihmutterschaften betreut haben

7. August 2014, 12:03
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Hunderte ähnlicher Fälle laut thailändischem Gesundheitsministerium

Bangkok - Der für die Leihmutterschaft eines australischen Paares zuständige Arzt in Thailand soll Hunderte ähnlicher Fälle betreut haben. "Ich kenne die exakte Zahl nicht, aber sie liegt in den Hunderten", sagte der Staatssekretär des thailändischen Gesundheitsministeriums, Boonreung Trireungworawat, am Donnerstag.

In dem derzeit aufsehenerregenden Fall wirft die thailändische Leihmutter den australischen Eltern vor, das Zwillingsbaby Gammy wegen seiner Behinderung zurückgelassen zu haben. Die gesunde sieben Monate alte Schwester lebt bei dem Paar. Der Bub Gammy hat Down Syndrom (Trisomie 21) und einen Herzfehler. Die Eltern bestreiten, das Kind im Stich gelassen zu haben. Die 21-jährige Leihmutter soll 10.000 Euro erhalten haben. Mit dem Geld wollte sie nach eigenen Angaben ihre Schulden abzahlen.

Thailands Gesetz erlaubt Leihmutterschaften bei nahen Angehörigen, verbietet sie aber als Geldeinnahme-Quelle. Wer ungenehmigt Leihmutterschaften betreut habe, dem werde die ärztliche Lizenz entzogen, sagte Boonreung. Die Behörden hatten ein hartes Durchgreifen angekündigt. (APA/dpa, derStandard.at, 7.8.2014)

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